Shell verzichtet auf umstrittenes Biotreibstoff-Projekt auf indigenem Land
Ein von Shell gegründetes Biotreibstoff-Unternehmen hat sich von einem umstrittenen Geschäft in Brasilien zurückgezogen. Das Unternehmen Raizen hatte Zuckerrohr von Land erworben, das einem indigenen Volk gehört. Die Entscheidung folgt einer lautstarken Kampagne der betroffenen indigenen Gemeinde und von Survival International. Raizen hat sich nun verpflichtet, in Zukunft kein Zuckerrohr von offiziell anerkanntem indigenem Land zu erwerben.
18.06.2012
Raizen hat sich nun verpflichtet, in Zukunft kein Zuckerrohr von offiziell anerkanntem indigenem Land zu erwerben. Die anhaltende Kampagne von Survival und der Druck von Brasiliens Staatsanwaltschaft ermöglichten den Start der Verhandlungen zwischen Raizen und der brasilianischen Behörde für indigene Angelegenheiten (FUNAI). Nach diesem Durchbruch hat Raizen auch versprochen, FUNAI zu konsultieren, um weitere Investitionen oder Ausweitungen in Gebieten zu vermeiden, die als indigen erklärt werden könnten.
Die Guarani haben diese Entwicklung begrüßt. Viele Guarani leben unter entsetzlichen Bedingungen, in überfüllten Reservaten oder in Lagern am Straßenrand. Die Gemeinde von Valdelice Veron im Bundesstaat Mato Grosso do Sul ist direkt von dem Projekt betroffen. Hier berichten die Guarani, dass ihre Flüsse von Pestiziden von den Plantagen verschmutzt worden sind. Sie sagt: „Wir werden wieder Wasser von unserem Land trinken können. Wir werden neu beginnen können.“
Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute: „Raizens Entscheidung ist eine ausgezeichnete Nachricht für die Guarani, die man hat am Straßenrand sterben lassen und die durch die Zuckerrohr-Produktion von ihrem Land vertrieben wurden. Andere Unternehmen müssen Raizens Beispiel folgen und aufhören, den Diebstahl am Land der Guarani zu finanzieren. Es wird Zeit, dass die Welt aufwacht und feststellt, dass Brasiliens Biotreibstoff mit indigenem Blut gefärbt ist.“
Quelle: UD / pm
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