Afrika hat Potenzial zum Selbstversorger
Afrikas Länder südlich der Sahara haben das Zeug dazu, die eigene Ernährung selbst zu sichern. Was Forscher in den vergangenen Jahren ermittelt haben, will nun Finnland durch spezielle Programme für afrikanische Kleinbauern fördern. "Es ist genügend Nahrung da, sie ist nur ungerecht verteilt. Viele Nahrungsmittel werden in den afrikanischen Ländern produziert, gehen aber allein in den Export statt in der Region zu verbleiben", erklärt der Bayreuther Ethnologe Thomas.
15.05.2012
Während die Gates-Stiftung den Schwerpunkt auf Biotechnologie legte, betonen andere Erhebungen das Potenzial der Versorgung durch Kleinbauern. Aktuelle Studien von UN-Organisationen konnten nachweisen, dass Kleinbetriebe im Vorjahr mit der Dürre und Hungersnot am Horn von Afrika weit besser zurecht gekommen sind als die großindustrielle Landwirtschaft. Vorteile des Ökolandbaus sind laut Experten vor allem der nachhaltige Umgang mit Böden sowie das Umgehen der hohen Begleitrisken der Monokulturen.
Finnland will mit seinem Forschungs- und Entwicklungsprogramm "FoodAfrica dieses Potenzial stärker nutzbar machen. In sieben Ländern West- und Ostafrikas - Benin, Ghana, Kamerun, Kenia, Mali, Senegal und Uganda - werden Projekte mit einem Gesamtsumme von elf Mio. Euro unterstützt, die vor allem die Lage der Kleinbauern in der Region verbessern sollen. Beteiligt sind außer dem finnischen Außenministerium als Geldgeber auch die Universität Helsinki sowie die Hochschule für Angewandte Wissenschaften.
Ziel des Programms ist es, den lokalen Forschern, Beamten und Bauern zu helfen, ihre Ernährungssicherheit zu gewährleisten oder zu verbessern. Daneben verfolgt die finnische Entwicklungszusammenarbeit das Ziel der Gleichstellung der Geschlechter, des Abbaus von Ungleichheiten sowie Schutzmaßnahmen gegen den Klimawandel.
Quelle: UD / pte
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