Heiligendamm: Milliardenversprechen für Afrika erneuert
“Keep the Promises - Haltet Euer Versprechen“ hat U2-Sänger Bono auf dem G8-Benefizkonzert gesungen. Wie schon in Gleneagles hat auch der G8-Gipfel in Heiligendamm die Zusage für Afrika erneuert, 44 Mrd. Euro zur Bekämpfung der Epidemien HIV und Aids, Tuberkulose und Malaria bereit zu stellen. Völlig unklar bleibt jedoch, in welchem Zeitrahmen dieses Geld aufgebracht werden soll. Und ob es jemals ausgezahlt wird...
11.06.2007
Der Bedarf des Globalen Fonds zur Bekämpfung von HIV-AIDS, Tuberkulose und Malaria von 6-8 Mrd. US-$ jährlich bis 2010 wurde bestätigt. "Das ist zu begrüßen. Aber ob dieser Scheck auch wirklich ausgestellt wird, wird erst die Wiederauffüllungskonferenz im September zeigen", so Birte Rodenberg, G8 - Referentin des Aktionsbündnis. "Bedauerlicherweise fehlt außerdem ein Signal aller G8-Länder dahingehend, dass sie sich nicht weiter an der aktiven Abwerbung von Gesundheitsfachkräften aus den afrikanischen Ländern beteiligen." Auch die Aussagen der Abschlusserklärung zu Patentrechten sind enttäuschend: Geistige Eigentumsrechte sollen verschärft werden, und die bereits bestehenden Möglichkeiten, die das TRIPS-Abkommen für arme Länder bietet, werden von den G8 nicht unterstützt. Das Aktionsbündnis gegen AIDS befürchtet, dass die sich dadurch erhöhenden Medikamentenpreise die finanziellen Hilfen auffressen.
Ebenfalls kritisch ist das Vorhaben zu bewerten, einen Großteil des Geldes zur Unterstützung des "globalen Fonds" zu verwenden. Der Fonds finanziert 450 Gesundheitsprojekte weltweit in den Bereichen HIV/ Aids, Tuberkulose und Malaria. Damit erfüllt er wichtige Aufgaben bei der Behandlung von Erkrankten. Er fördert aber keine Maßnahmen zur Prävention sowie zur Unterstützung von Aidswaisen.
Quelle: UD
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