Cholera in Angola:
Angesichts der Choleraepidemie in Angola fordert die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen die angolanische Regierung und andere Hilfsorganisationen auf, in den betroffenen Gebieten kostenlos ausreichend sauberes Wasser bereitzustellen. Der katastrophale Zustand der Wasserversorgung und der sanitären Einrichtungen in der Hauptstadt Luanda und anderen großen Städten ist nach Einschätzung der Organisation der Hauptgrund für die sich schnell ausbreitende Krankheit.
26.05.2006
"Die Elendsviertel von Luanda sind wie gemacht für Cholera", sagt David Noguera, Koordinator des Nothilfeeinsatzes von Ärzte ohne Grenzen in Angola. "Parallel zu unseren Behandlungsbemühungen müssen umfangreiche Präventionsmaßnahmen wie die kostenlose Bereitstellung von sauberem Trinkwasser ergriffen werden. Und zwar sofort, wenn sich nicht noch deutlich mehr Menschen infizieren sollen." Werden die Wasserversorgung und die Sanitäreinrichtungen nicht verbessert, könnte die Epidemie nach Einschätzung Nogueras noch für Monate mit gleicher Stärke anhalten.
Die Epidemie begann im Februar dieses Jahres mit ersten Cholerafällen in Luandas Elendsviertel Boa Vista. Seitdem hat sie sich in 11 der 18 Regionen Angolas ausgebreitet. Täglich treten zwischen 500 und 700 Neuinfektionen auf, und es sterben durchschnittlich zehn Menschen an der Krankheit.
Quelle: UD
Redaktioneller Hinweis zur Transparenz: In unserer redaktionellen Arbeit nutzen wir KI-gestützte Werkzeuge – unter anderem für Recherche, Texterstellung, Lektorat, SEO-Optimierung, Zusammenfassungen, Übersetzungen und Social-Media-Beiträge. Die redaktionelle Verantwortung für alle Inhalte liegt bei UmweltDialog. Bei eingereichten Gastbeiträgen kann KI ebenfalls zum Einsatz gekommen sein.