Zahl der AIDS-Waisen in Afrika wächst
Mehr als 15 Mio. Kinder in Afrika haben durch den AIDS-Virus einen oder sogar beide Elternteile verloren. Allein in Ruanda wird die Zahl der AIDS-Waisen auf 450.000 geschätzt. Die Kinder kämpfen nicht nur mit dem Verlust der Eltern: "Von der Gesellschaft geächtet und von Verwandten um ihr Erbe gebracht, sehen sich immer mehr AIDS-Waisen damit konfrontiert, das eigene Überleben und das ihrer jüngeren Geschwister sichern zu müssen", erklärt Elie Nduwayezu, Leiter des CARE-Programms für Waisenkinder in Ruanda.
09.02.2006
Durch die Aufklärung vor Ort haben es die CARE-Mitarbeiter geschafft, Aberglauben und Stigma zu überwinden. 500 Mentoren konnten bereits für das Projekt gewonnen werden, 2.600 Kinderhaushalte werden so unterstützt. Auch die lokalen Behörden konnten für das Programm begeistert werden. Eine finanzielle Unterstützung von Seiten des Staates sei aber nicht zu erwarten, erklärt Nduwayezu: "Dafür ist einfach kein Geld da." Neben der Hilfe durch die Mentoren soll den Kindern auch eine Ausbildung ermöglicht werden. "Leider ist unser Budget limitiert, so dass wir nicht alle vor der Kinderarbeit bewahren können", so Nduwayezu. Langfristiges Ziel sei es jedoch, den AIDS-Waisen eine solide Bildung zu geben. Einmal im Monat organisiert CARE einen sogenannten "fun day", an dem sich die Kinder untereinander treffen und miteinander austauschen und spielen können.
Das Nkundabana-Projekt wird von der EU und der Österreichischen Regierung unterstützt. "Es ist aber nur ein Ansatzpunkt unter vielen, wie man die AIDS-Waisenkindern in Afrika unterstützen kann", erklärt Janine Wurzer, CARE-Projektreferentin mit dem Schwerpunkt Soziale Entwicklung,.
Quelle: pte
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