Kleine Stiftungen müssen punktgenau springen
Die Stiftung Stifter für Stifter hat mit den „Münchner Stifterabenden“ eine neue Veranstaltungsreihe für Stifter und solche, die es werden wollen, gestartet. Gemeinsam mit der Schweisfurth-Stiftung soll so ein Forum für Austausch und Informationen geboten werden. Beim ersten Münchner Stifterabend stand der Stifter Dr. Martin Andreas im Mittelpunkt. Der Landauer Zahnarzt engagiert sich mit seiner Stiftung vor allem für kranke, verletzte und missgebildete Kinder in Entwicklungsländern wie Nepal oder Haiti.
19.11.2010
Auf die Frage, warum er sich als Instrument für sein Engagement die Rechtsform der Stiftung gewählt habe, antwortete Dr. Andreas: „Bei allem, was ich tue, ist mir Nachhaltigkeit das Wichtigste: Wenn wir eine Kiefer-Gaumenspalte operieren, ist dem Kind nachhaltig geholfen, wenn wir ein Kind gegen Masern impfen, wird es nie an dieser sonst oft tödlich verlaufenden Infektion erkranken. Und mit den Zinserträgen des Stiftungsvermögens kann meine Stiftung auch dann noch helfen, wenn ich mich selbst nicht mehr kümmern kann oder keine Spenden mehr fließen. Das nenne ich nachhaltig.“
Durch den fundierten und authentischen Bericht des 39-jährigen Stifters bekamen die 60 Besucher des ersten Münchner Stifterabends einen lebhaften Eindruck, was man mit einer kleinen Stiftung alles erreichen kann, wenn man „punktgenau springt“. So war der Abend zugleich ein gelungener Auftakt der Initiative „Stiften für Kinder“, mit der die Stiftung Stifter für Stifter in den nächsten zwei Jahren für mehr bürgerschaftliches Engagement im Kinder- und Jugendbereich werben will. Denn man muss kein Bill Gates sein, um sich mit einer eigenen Stiftung für Kinder und Jugendliche zu engagieren.
Quelle: UD / cp
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