Geld aus dem Regenwald
Durch die Umstellung der Kakao-Produktion von konventionellem Anbau hin zu ökologischem hat sich im venezuelanischen Regenwald einiges geändert: Die Kleinbauern verdienen vier Mal so viel für ihre Kakaobohnen wie konventionelle, berichtete BBC-Online.
11.08.2006
Der Run auf die Öko-Kakaobohnen ist groß, daher haben sich 50 Familien in Venezuela zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen. Der Erfolg scheint den neuen Öko-Bauern gut zu tun, denn in den vergangenen drei Jahren ist die Produktion von 20 auf 40 Tonnen angestiegen. Ehe die Kakaobohnen den langen Weg in Richtung Schokoladefabrik antreten, werden sie in großen hölzernen Schachteln sechs Tage lang fermentiert, in der Sonne getrocknet, gereinigt, sortiert, gewogen und verpackt. Die Arbeit für die Bauern ist keineswegs einfach und leicht, vor allem während der Regenzeit, wenn Überschwemmungen die Plantagen bedrohen.
Die Initialzündung für den Ökolandbau bei Kakao ist übrigens direkt von der Regierung gekommen, die zehn Mio. Dollar für die Erforschung und der Ausbildung investiert hat. Auch die EU hat über die NGO Tierra Viva Geld aufgestellt. Das Interesse an Bio-Kakao seitens der amerikanischen, italienischen und französischen Schokoladefabriken ist groß, denn Kakao aus Venezuela genießt ebenso guten Ruf wie Single Malt Whiskys aus Schottland.
Die Hauptanbaugebiete für Kakao liegen an der karibischen Küste und dem Maracaibo-See. Sie haben in den vergangenen Jahren ein echtes Revival erlebt. Vor wenigen Jahren waren in der Region viele Kakao-Plantagen verlassen. Die Gründe dafür waren Missernten und Trockenperioden. Erst in den 1990ern wurde auf Initiative des Briten William Harcourt-Cooze erneut mit den Pflanzungen begonnen.
Quelle: pte
Redaktioneller Hinweis zur Transparenz: In unserer redaktionellen Arbeit nutzen wir KI-gestützte Werkzeuge – unter anderem für Recherche, Texterstellung, Lektorat, SEO-Optimierung, Zusammenfassungen, Übersetzungen und Social-Media-Beiträge. Die redaktionelle Verantwortung für alle Inhalte liegt bei UmweltDialog. Bei eingereichten Gastbeiträgen kann KI ebenfalls zum Einsatz gekommen sein.