Millenniumsdörfer-Konzept vorgestellt
Die Deutsche Welthungerhilfe (DWHH) und das renommierte Washingtoner Forschungsinstitut für Internationale Ernährungspolitik (IFPRI) haben vor einer dramatischen Zunahme von Hunger und Armut vor allem in Afrika gewarnt. Hilfe könnte hier das Konzept der "Millenniumsdörfer" leisten.
28.10.2005
"Wo Menschen hungern, unterernährt sind oder keinen Zugang zu sauberem Wasser haben, ist keine Entwicklung möglich", sagte Ingeborg Schäuble. Die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Welthungerhilfe stellte das Millenniumsdörfer-Konzept der Organisation vor. Die DWHH hat an 15 Projektstandorten auf drei Kontinenten sogenannte Millenniumsdörfer identifiziert, an denen beispielhaft gezeigt wird, dass es möglich ist, die Millenniumsziele zu erreichen.
Die Projektarbeit folgt den bewährten Prinzipien der Hilfe zur Selbsthilfe, der Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen und unter Einbeziehung der örtlichen administrativen Strukturen. Die Organisation plant mit einer Summe von 11 Millionen Euro über fünf Jahre, also rund 150.000 Euro je Dorf pro Jahr. Die Beispiele der Millenniumsdörfer sollen in Deutschland die Millenniumsziele
bekannter und anschaulicher machen und zudem eine stärkere politische
Unterstützung einfordern.
Der Generalsekretär der DWHH, Hans-Joachim Preuß, erinnerte die Bundesregierung an die im Rahmen der Europäischen Union eingegangene Verpflichtung, die Entwicklungsausgaben bis zum Jahr 2015 auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens zu erhöhen. "Bei einer Herausforderung dieses Ausmaßes darf es nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben", sagte Preuß.
Quelle: UD
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