Aids-Rate in Deutschland steigt
Die Hinweise darauf, dass die HIV-Epidemie auch in Deutschland eine neue Dynamik erhalten könnte, mehren sich. Die bereits im ersten Halbjahr 2003 zu beobachtende Zunahme an HIV-Erstdiagnosen bei Männern mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten hat sich auch im zweiten Halbjahr weiter fortgesetzt.
04.04.2004
Der neue Halbjahresbericht des Robert Koch-Instituts zu HIV/AIDS in Deutschland zeigt, dass dem Institut zwischen dem 1.1.2003 und dem 31.12.2003 insgesamt 1.700 neu diagnostizierte HIV-Infektionen übermittelt wurden. Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), stellen mit 41 Prozent weiterhin die größte Gruppe. Die Zunahme der Meldungen von neudiagnostizierten HIV-Infektionen bei MSM konzentriert sich im wesentlichen auf die Großstädte Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt/Main. Der Anteil der Meldungen ohne Angaben zum Infektionsweg beträgt 22 Prozent und ist gegenüber den Vorjahren weiter angestiegen. "Es ist daher wichtig, im Gespräch mit dem Patienten nach dem wahrscheinlichen Infektionsweg zu fragen und die Antworten auf dem Meldebogen zu vermerken. Nur mithilfe dieser Angaben können verlässliche Aussagen zum Verlauf der HIV-Epidemie gemacht werden", appelliert Osamah Hamouda, im Robert Koch-Institut Leiter des Fachgebietes Sexuell übertragbare Infektionen, an alle meldenden Ärzte.
Quelle: UD
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