Rürup stellt Inklusionsbarometer vor
Menschen mit Behinderung profitieren von der positiven Tendenz am Arbeitsmarkt deutlich weniger als Menschen ohne Behinderung. Dies belegt das erstmals erhobene Inklusionsbarometer der Aktion Mensch zum Thema Arbeit, welches die Soziallotterie in der Bundespressekonferenz zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung vorstellt. Ziel des vom Handelsblatt Research Institute entwickelten Barometers ist, Auskunft über den Grad der Inklusion in der Arbeitswelt zu geben.
11.12.2013
„In einer Marktwirtschaft verspricht sich jeder Unternehmer mit einer Einstellung die Verbesserung seines Unternehmensergebnisses“, sagt Bert Rürup, Präsident des Handelsblatt Research Institutes. Dabei gibt das Barometer inklusiv denkenden Firmenchefs Recht: „Mehr als 80 Prozent der Arbeitgeber stellen keine Leistungsunterschiede zwischen Angestellten mit und ohne Behinderung fest.“ Grundsätzlich schöpften Mittelständler das Potenzial jedoch noch nicht voll aus, es fehle an Barrierefreiheit und Inklusionsplänen: „Rund ein Fünftel dieser Firmen wissen nicht, dass es staatliche Förderung gibt“, so Rürup. Und nur gut zwei Drittel der Informierten nutzen diese Möglichkeit.
Über das Inklusionsbarometer Arbeit
Für das Inklusionsbarometer Arbeit sind 402 mittelständische Unternehmen und 807 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung befragt worden. Zugleich sind die jüngsten Zahlen aus verschiedenen Quellen wie der Bundesagentur für Arbeit in die Bewertung eingeflossen. Das Barometer setzt sich aus Teilergebnissen zur Lage und zum Klima zusammen und wird von der Aktion Mensch ab 2013 jährlich erhoben.
Quelle: UD / na
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