Berliner Masterplan Umwelttechnologien
Die Bundesregierung will das große ökonomische Potenzial der Umwelttechnologien gezielt für die deutsche Wirtschaft erschließen und dazu die Instrumente der Umwelt- und Innovationspolitik noch stärker als bisher verzahnen. Dabei ist ein enger Dialog mit den betroffenen Unternehmen geplant. Auf Vorschlag von Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat das Kabinett den „Masterplan Umwelttechnologien“ verabschiedet.
20.11.2008
Umwelttechnologien tragen bereits heute entscheidend dazu bei, die Ansprüche der Natur und die Bedürfnisse der Menschen miteinander in Einklang zu bringen. Mehr noch: Umweltschutz bedeutet für Deutschland auch eine große wirtschaftliche Chance, denn deutsche Unternehmen verfügen bereits jetzt über eine Spitzenposition auf dem Weltmarkt. Im Jahr 2006 wurden aus Deutschland Umweltschutzgüter im Wert von 56 Milliarden Euro ins Ausland geliefert - das entspricht einem Welthandelsanteil von 16 Prozent.
Bundesumwelt- und Bundesforschungsministerium haben im „Masterplan Umwelttechnologien“ gemeinsam die Initiative ergriffen, die führende Rolle Deutschlands weiter zu festigen. Im Sinne der Hightech-Strategie werden Umwelt- und Innovationspolitik eng miteinander verzahnt, um Zukunftsmärkte in drei besonders zukunftsträchtigen Feldern besser zu erschließen. In einem ersten Schritt will sich die Bundesregierung auf die Bereiche Wasser, Rohstoffe und Klimaschutz konzentrieren. In diesen Feldern wird mit einem besonders starken Wachstum gerechnet, außerdem sind deutsche Unternehmen dort schon heute vielfach Technologie- und Weltmarktführer. In Zukunft sollen weitere Teilmärkte einbezogen werden, alle Bundesressorts haben dafür ihre Unterstützung signalisiert.
Kernelemente des Masterplans sind Forschungsförderung, der Transfer und die Verbreitung der Anwendung neuer Technologien, Verbesserungen in den Bereichen Bildung und Ausbildung, sowie die Unterstützung des innovativen Mittelstands vor allem im Bereich der internationalen Kooperation. Für vier Innovationsallianzen im Klimaschutz zum Beispiel hat das Bundesforschungsministerium über 250 Millionen Euro Fördermittel veranschlagt. Das Bundesumweltministerium stellt im laufenden Jahr und auch in Zukunft im Rahmen seiner Ressortzuständigkeit für Erneuerbare Energien über 100 Millionen Euro für Forschung und Technologieentwicklung bereit. Zum Thema Ressourceneffizienz fördert das BMBF innovative Technologien und Verfahren in Bereichen, in denen große Rohstoffmengen bewegt werden, z.B. in der Metallindustrie. Das BMU schließt mit seinem „Netzwerk Ressourceneffizienz“ an, um die Verbreitung von Innovationen anzuregen.
Deutschland ist nicht nur in den Technologien, sondern auch in der wissenschaftlichen Basis und in der Anwendung von Forschungsergebnissen stark. Im Rahmenprogramm „Forschung für die Nachhaltigkeit“ fördert das Bundesforschungsministerium wegweisende Innovationen im Umwelttechnologiebereich wie beispielsweise innovative Konzepte der dezentralen Wasserver- und -entsorgung, gewichtsoptimierte Fahrzeugbauteile nach Vorbildern aus der Natur oder auch neue Verfahren zur CO2-Reduktion bei der Herstellung chemischer Grundstoffe.
Quelle: UD
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