REACH-Beschlüsse für den VCI nicht nachvollziehbar
Das jüngste Abstimmungsergebnis im Umweltausschuss des Europäischen Parlamentes für die zweite Lesung der Verordnung zur Reform des EU-Chemikalienrechts REACH stößt beim Verband der Chemischen Industrie (VCI) in Frankfurt auf massive Kritik: Die Mehrheit der Abgeordneten im Umweltausschuss verfolge weiter die Linie, Verschärfungen zu Lasten der Industrie zu fordern, die den Ersatz von bestimmten Stoffen um jeden Preis statt ihre sichere Verwendung zum Ziel haben, betont der VCI.
18.10.2006
"Wenn es nach den Vorstellungen des Umweltausschuss geht, wird REACH das teure und bürokratische Verordnungsmonster, vor dem wir seit Jahren warnen", erklärte Dr. Gerd Romanowski, der für Umweltpolitik zuständige Geschäftsführer im VCI. Vor allem mittelständische Unternehmen würden immense Schwierigkeiten bekommen, REACH umzusetzen. Die vom Umweltausschuss gefassten Beschlüsse zur Verschärfung des Zulassungsverfahrens führten zu Rechtsunsicherheiten für die Unternehmen und stellten ein gravierendes Investitionshindernis dar. "Wir hoffen, dass diese völlig überzogenen Beschlüsse bei der endgültigen Abstimmung im Plenum keinen Bestand haben", so Romanowski, "und dass dann wieder der sichere Umgang mit Chemikalien für die Mehrheit der Abgeordneten im Vordergrund steht."
Quelle: UD
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