Tony Blair in Davos: Afrika und Emissionshandel im Vordergrund
In seiner Rede in Davos am 26. Januar 2005 befasst sich Premierminister Tony Blair schwerpunktmäßig mit den Themen Afrika und Klimaschutz. UmweltDialog dokumentiert Auszüge der Rede in deutscher Übersetzung.
28.01.2005
Zweitens wird sich, wenn die Kommission im März - einige Monate vor der G8 - Bericht erstattet, zeigen, dass dieser Bericht mehr ist als eine neuerliche Bekundung konventioneller Weisheiten. Er wird systematisch und umfassend auf alle Aspekte des Schicksals Afrikas eingehen. Natürlich wird er erklären, was im Lauf der Zeit in Sachen Hilfe und Schuldenerlass erforderlich ist. Außer Zweifel steht, dass wir eine beträchtliche Aufstockung der Entwicklungshilfe brauchen. Deshalb hat Großbritannien eine Verdoppelung der Hilfe vorgeschlagen. Die Internationale Finanzfazilität ist ein Weg, dies mit möglichst geringen Auswirkungen auf die Haushalte der Staaten zu finanzieren. Großbritannien hat jetzt einen Zeitplan für die Erreichung des UN-Entwicklungshilfeziels von 0,7 Prozent festgelegt. Aber ich weiß, dass auch andere Optionen auf den Tisch kommen werden. Wir brauchen einen hundertprozentigen Schuldenerlass für die am höchsten verschuldeten Nationen, und Präsident Chirac wird, soviel ich weiß, Vorschläge für die Bereitstellung weiterer Gelder unterbreiten.
Eine Einigung auf ein Finanzpaket wie die IFF würde uns ermöglichen, global USD 50 Mrd. und davon USD 25 Mrd. für Afrika zu mobilisieren. Die Millenniums-Entwicklungsziele, die von der gesamten internationalen Staatengemeinschaft aufgestellt wurden, können ohne eine solche Hilfe nicht erreicht werden. Je näher wir dem Jahr 2015 kommen, desto offener wird die Unzulänglichkeit der jetzigen Hilfe zutage treten.
Die tödlichen Krankheiten - HIV/Aids, TB, Malaria - erfordern ein dringliches Handeln, Geld und Fachwissen, und natürlich auch Gesundheitssysteme in den jeweiligen Ländern, die hiervon einen sinnvollen Gebrauch machen können.
Quelle: UD
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