BSH präsentiert ökologischen Pflanzenölkocher für Entwicklungsländer
Ein Kocher, der mit Pflanzenöl funktioniert? Das klingt in Zeiten, in denen Autos mit Rapsöl fahren, doch ganz normal. Wenn er jedoch technologisch hochwertig und dennoch so preiswert ist, dass ihn sich auch arme Familien in Entwicklungsländern leisten können, dann steckt eine besondere Idee dahinter. Der von der BSH entwickelte Pflanzenölkocher Protos befasst sich auch mit sozialen und ökologischen Interessen und geht damit weit über die Grundbedürfnisse der Menschen nach täglicher Nahrungszubereitung hinaus.
27.06.2006
Prinzip eines Camping-Kochers
Protos ähnelt vom Grundprinzip den bei uns bekannten Camping-Kochern, nur dass er anstelle von Petroleum mit Pflanzenöl betrieben wird. Er besteht aus einem Tank, einer Pumpe, einem Kochgestell, einem Ventil, einer Brennstoffleitung und dem Kernstück: dem Brenner.
Protos stellte die Entwickler gleich vor eine ganze Reihe technischer Herausforderungen: So hatte bisher noch nie jemand die Verdampfung und Verbrennung von Pflanzenölen in einem einfachen Kochgerät untersucht. Allein die Verdampfung besteht aus einer Abfolge von deutlich mehr als 10.000 chemischen Reaktionen. Und diese unterscheiden sich auch noch je nach Pflanzenöl, Qualität, Herstellungsform und Mischung. Bei der Verbrennung in der neuartigen Brennerkonstruktion werden Temperaturen von über 1.400 Grad Celsius erreicht. Das sorgt dafür, dass Pflanzenöle trotz ihrer hohen Verdampfungs- und Verbrennungspunkte kontinuierlich und ohne schädliche Emissionen erst verdampfen und dann verbrannt werden können, was gleichzeitig aber auch höchste Belastungen für die verwendeten Materialien bedeutet.
Serienproduktion geplant
„Dank ihrer emissionsarmen Verbrennung leistet sie einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit der Menschen dieser Regionen“, sagt Gerd Strobel, Leiter des Produktbereichs Herde bei der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH. Der Pflanzenölkocher Protos soll bereits in Kürze in Vorserienproduktion gehen. Diese wird weitestgehend vor Ort auf den Philippinen stattfinden. Lediglich der technologisch anspruchsvolle Brenner, bei dem sehr genaue Toleranzen eingehalten werden müssen, die eine entsprechende Fertigungstechnik erfordern, soll zunächst aus Deutschland zugeliefert werden.
Quelle: UD
Redaktioneller Hinweis zur Transparenz: In unserer redaktionellen Arbeit nutzen wir KI-gestützte Werkzeuge – unter anderem für Recherche, Texterstellung, Lektorat, SEO-Optimierung, Zusammenfassungen, Übersetzungen und Social-Media-Beiträge. Die redaktionelle Verantwortung für alle Inhalte liegt bei UmweltDialog. Bei eingereichten Gastbeiträgen kann KI ebenfalls zum Einsatz gekommen sein.