Mobilität & Logistik

MAN: Zero-Emission-Roadmap vorgestellt

MAN Truck & Bus bringt mit seiner Elektro- und Wasserstoff-Roadmap die CO2-freien Mobilität auf die Straße. Hierzu schließt das Unternehmen mehrere Partnerschaften.

09.11.2020

MAN: Zero-Emission-Roadmap vorgestellt

Im ÖPNV und Verteilerverkehr scheint die Entscheidung gefallen: batterieelektrische Fahrzeuge sind das Mittel der Wahl. Dementsprechend bietet MAN Truck & Bus bereits heute mit dem Stadtbus MAN Lion’s City E und dem eTGE sowie den elektrischen Verteiler-Lkw eTGM in Serie. Der vollelektrische Lkw der neuen Truck-Generation wird ab 2023 auf die Straße gehen.

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Abgesehen von der rasanten Weiterentwicklung der Batterietechnologie, stellt Wasserstoff (H2) für den Fernverkehr eine gute ergänzende Option als alternativer Kraftstoff dar, weshalb MAN Truck & Bus nun seine Entwicklungs-Roadmap hierzu vorstellt: Demnach sollen den aktuell laufenden Vorentwicklungsprojekten folgend bereits im kommenden Jahr Prototypen-Fahrzeuge aufgebaut werden. MAN erprobt hierbei sowohl den Einsatz einer Brennstoffzelle als auch eines H2-Verbrennungsmotors.

Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: Zum einen ist diese Form der Elektromobilität sehr umweltfreundlich. Brennstoffzellen verursachen im Einsatz keine klimaschädlichen Emissionen, da sie nur Wasserdampf ausstoßen. Zum anderen ist ihre Reichweite durch die Stromerzeugung an Bord mit circa 800 Kilometer groß genug für den Lkw-Fernverkehr bei gleichzeitig hoher Nutzlast.

Der Wasserstoff-Verbrennungsmotor bietet hingegen eine schneller verfügbare und robuste Lösung durch die bekannte Basistechnologie und könnte dadurch als Brückentechnologie dienen.

Der testweise Praxiseinsatz in Zusammenarbeit mit ausgewählten Kunden ist für die Jahre 2023/24 geplant. Ziel ist die Erprobung des gesamten Ökosystems Wasserstoff in der Transportlogistik. Im Rahmen einer so genannten Bayernflotte möchte MAN in einem Konsortialprojekt gemeinsam mit bayerischen Infrastrukturbetreibern sowie Speditionspartnern Wasserstoff für den Einsatz im Straßengüterfernverkehr erproben. Erste Gespräche mit der Bayerischen Landesregierung hierzu laufen bereits. Zusätzlich ist eine Kooperation mit Hochschulen geplant.

„Wir nehmen unsere Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft sehr ernst, sodass MAN Truck & Bus viel Energie für die Entwicklung alternativer Antriebe verwendet“, hebt Dr. Frederik Zohm, Vorstand für Forschung & Entwicklung bei MAN Truck & Bus, hervor. „Wasserstoff kann dabei eine interessante Lösung sein, allerdings braucht es dann einen deutlichen Ausbau der Infrastruktur. Wir leisten gerne unseren Beitrag durch die Entwicklung der passenden Fahrzeuge – wie wir mit unserer Roadmap belegen.“

Gemeinsamer Wasserstoff-Campus: MAN holt Nürnberger Hochschulen aufs Werksgelände

Zur Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung kamen Andreas Tostmann (Vorsitzender des Vorstands der MAN Truck & Bus SE), Prof. Dr. Joachim Hornegger, Präsident der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. Dr. Niels Oberbeck, Präsident der TH Nürnberg, Dr. Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident, und Saki Stimoniaris, Vorsitzender des MAN-Konzernbetriebsrats (v.l.n.r.) , am MAN-Standort Nürnberg zusammen.zoom
Zur Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung kamen Andreas Tostmann (Vorsitzender des Vorstands der MAN Truck & Bus SE), Prof. Dr. Joachim Hornegger, Präsident der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. Dr. Niels Oberbeck, Präsident der TH Nürnberg, Dr. Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident, und Saki Stimoniaris, Vorsitzender des MAN-Konzernbetriebsrats (v.l.n.r.) , am MAN-Standort Nürnberg zusammen.

MAN Truck & Bus, die Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und die Technische Hochschule Nürnberg (THN) haben eine Kooperationsvereinbarung zur Forschung und Entwicklung von wasserstoffbasierten Fahrzeugantrieben geschlossen. Das Besondere: Erstmals werden Hochschul-Wissenschaftler und Studierende gemeinsam mit den Entwicklern eines Fahrzeugherstellers direkt auf dessen Werksgelände ein gemeinsames Labor sowie Prüfstände zur Erforschung der Wasserstofftechnologie betreiben. Mit dem Wasserstoff-Campus legt das heutige MAN-Dieselmotorenwerk den Grundstein für seine erfolgreiche Transformation hin zu alternativen Antrieben.

Die Vorteile des Konzepts liegen für alle Partner auf der Hand: Die gemeinsame Arbeit von Forschern und Ingenieuren direkt im MAN-Werk ermöglicht eine unmittelbare Zusammenarbeit im Projektteam. Außerdem begünstigt die gemeinsame Arbeit auf dem Wasserstoff-Campus und die bereits dort vorhandene Infrastruktur eine praxisbezogene und anwendungsnahe Forschung und Entwicklung. Der gegenseitige Know-How-Austausch soll die Forschung an Wasserstoffantrieben spürbar beschleunigen.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie hier.

Quelle: UD/cp
 

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