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11.07.2019

Mobilität

Klimaneutrales Fliegen mit deutscher Technologie?

Erneuerbare Jet-Kraftstoffe haben gegenüber herkömmlichen fossilen Brennstoffen den Vorteil, dass sie CO2-neutral sind. Weiterhin verbrennen rein synthetisch hergestellte Jet-Kraftstoffe sauberer und verursachen dadurch deutlich weniger Feinstaub. Ein europäisches Projekt-Konsortium geht damit einen wichtigen Schritt in Richtung klimaneutrale Luftfahrtindustrie.

Klimaneutrales Fliegen mit deutscher Technologie?

Zu hohe CO2-Emissionen sind der Hauptgrund der globalen Erderwärmung und ein gesellschaftliches Problem. Im Gegensatz zu Autos lassen sich vor allem Langstreckenflugzeuge kurzfristig nicht auf Elektro- oder Wasserstoffantrieb umstellen. Das europäische Projekt-Konsortium und der Flughafen Rotterdam Den Haag entwickelt daher voller Stolz eine neue Anlage zur Herstellung von erneuerbarem Kraftstoff. Auf dem Gelände des Flughafens könnten damit täglich 1.000 Liter erneuerbares Kerosin produziert werden. Im ersten Produktionsschritt wird Climeworks CO2 aus der Umgebungsluft gewinnen. Die Hochtemperatur-Elektrolyse-Technologie von Sunfire wandelt anschließend das gewonnene CO2 zusammen mit Wasser(dampf) und Ökostrom in Synthesegas um. Durch die Fischer-Tropsch-Synthese von Ineratec wird aus dem Synthesegas ein synthetisches Rohölsubstitut erzeugt, welches wiederum von einer Anlage der EDL Anlagebau in e-Kerosin für die Turbinen von Flugzeugen umgewandelt wird. Durch die Nutzung erneuerbarer Energien ist der gesamte Herstellungsprozess nachhaltig.

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Effektive Lösungen zum Erreichen der Klimaziele

„Erneuerbares Kerosin ist aktuell eine der effektivsten Lösungen, um zu der Erreichung der Klimaziele beizutragen. Die Europawahlen und auch die Fridays for Future Bewegung zeigen, dass Klimaschutz mitten in unserer Gesellschaft angekommen ist und auch gefordert wird. Die Pilotanlage in Rotterdam gilt als Maßstab für die künftige Entwicklung erneuerbarer Antriebsstoffe. Mit den Technologien von Sunfire bieten sich vielfältige und nachhaltige Einsatzgebiete von Wasserstoff“, so Nils Aldag, Gründer und CCO von Sunfire.

Mit Transavia konnte die erste Luftlinie als potenzieller Kunde bereits überzeugt werden. Das niederländische Unternehmen hat sich bereits für die Technologie ausgesprochen und möchte den eigenen CO2-Ausstoß künftig durch den Einsatz erneuerbarer Kraftstoffe reduzieren. 

Das Projekt

Die Studie wird die Planung der verfahrenstechnischen Grundlagen und das Konzept für die Produktion von erneuerbarem Kerosin am Flughafen definieren, auf deren Basis die notwendige Demonstrationsanlage gebaut werden kann. Ergebnis ist somit eine Blaupause für vollintegrierte Produktionsanlagen, welche im großen Stil dazu beitragen werden CO2- und Schadstoff-Emissionen in der Luftfahrt zu reduzieren. Dies ist der erste Schritt für ein weiteres notwendiges Skalieren der Produktions- und Anlagenkapazitäten. In einem nächsten Schritt könnten Anlagen an geeigneten Standorten, wie beispielsweise dem Komplex des Rotterdamer Hafens erfolgen.

Quelle: UD/pm
 

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