05.04.2020
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14.01.2020

Logistik

Nachhaltigkeit in der Logistik

Besonders Logistik- und Transportunternehmen verspüren großen Druck von außen, ihre Arbeit nachhaltiger zu gestalten, da immer mehr Kunden und Verbraucher einen besonderen Wert auf eine grüne Lieferkette legen. Dieser Druck bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich, die jedoch mit den richtigen Schritten zu meistern sind.

Eine Frau verklebt Pakete in einem Logistik-Zentrum.

Ohne Logistik und Transport wäre internationaler Handel nicht möglich. Als Schnittstelle zwischen Produzent und Lieferant, zwischen Einkäufer und Endverbraucher ist Logistik essenziell für globale Beschaffung und Vermarktung. Gleichzeitig gewinnen Themen wie Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR) weltweit und branchenunabhängig an Bedeutung. Unternehmen jeder Art sind im globalisierten Markt gezwungen, sich mit grüneren, nachhaltigeren Lösungen auseinanderzusetzen, da Verbraucher, Kunden und Stakeholder auf entsprechende Entwicklungen achten. Aufgrund der immensen Bedeutung von Logistik für den Weltmarkt müssen auch hier CSR und Nachhaltigkeit in die Unternehmensstrategie mit einfließen.

Soziale und ökologische Nachhaltigkeit

Neben Nachhaltigkeit in Bezug auf Umweltaspekte gehören auch verschiedene soziale Komponenten zu einer nachhaltigen Unternehmensstrategie in der Logistikbranche.

Ökologisch Sozial
Reduzierung von Papier und Verpackungsmüll Faire Arbeitsbedingungen, Bezahlung und Arbeitszeiten
Verzicht auf fossile Brennstoffe Angenehmes Arbeitsklima
Optimierte digitale Lösungen Arbeitsschutz, Gesundheit
 
 

Niemand kann all diese Anforderungen im Handumdrehen umsetzen. Deshalb muss für jedes Unternehmen ein individuelles Konzept zur Umsetzung bestimmter CSR-Ziele entwickelt werden, um alle Chancen und Risiken ausreichend beleuchten zu können.

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Kriterium für Wettbewerbsfähigkeit

Neben Preis, Qualität und Lieferzeit wird auch Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Unternehmens immer bedeutsamer. Komplett ohne CSR-Aspekte kann man in der Logistik- und Transportbranche deshalb kaum mehr im Wettbewerb bestehen. Das besondere Augenmerk liegt hierbei einerseits auf CO²- und Treibhausgasausstoß beim Transport und andererseits auf den allgemeinen Arbeitsbedingungen. 

Die größte Herausforderung für die Logistik bleibt aber ersteres. Die Branche ist auf die Nutzung fossiler Brennstoffe zum Transport angewiesen, die für Klima und Umwelt überaus schädlich sind und mit Nachhaltigkeit nicht sonderlich viel zu tun haben. Alternativen zum klassischen Kraftverkehr gibt aber noch zu wenige, als dass sie die fossilen Brennstoffe ersetzen könnten. Trotzdem drängt das Geschäftsumfeld im Logistikgewerbe immer mehr auf Veränderungen zugunsten der Nachhaltigkeit

Logistik- und Transportunternehmen steht zu absoluter Nachhaltigkeit also noch ein weiter Weg bevor, den sie bestmöglich meistern müssen, um sich im Wettbewerb durchsetzen zu können. 

Ein Mann läuft vor einem Warenregal vorbei.

Tipps für mehr Nachhaltigkeit in der Logistik

Viele Transportunternehmen sehen den Weg zur Nachhaltigkeit als lange, steinig oder sogar unmöglich an. Dabei helfen verschiedene Ideen, um dem Ziel ganz einfach ein Stückchen näherzukommen.

  • Analyse und klare Zielsetzung:
    Im allerersten Schritt sollte die Ausgangssituation des Logistikunternehmens umfassend analysiert werden, damit als Nächstes eine passende Nachhaltigkeitsstrategie mit festen Zielen entwickelt werden kann. Diese Ziele sollten wiederum mit der allgemeinen Geschäftsstrategie vereinbar sein und klar im Unternehmen kommuniziert werden. Realistische und erfüllbare Pläne wirken sehr motivierend auf Mitarbeiter. 

  • Prozessoptimierung:
    Während sich Nachhaltigkeit als Gesamtziel sehr komplex anhört, geht es letztendlich nur um die Optimierung verschiedener Prozesse. Die Optimierung von Transport- und Lagerraum durch die Minimierung von Leerzeiten ist einfach möglich, indem ein Unternehmen Behälter mietet beziehungsweise least anstatt sie zu kaufen. So werden Lagerkosten gespart und Ressourcen geschont. Da nur so viele Container gemietet werden, wie im Moment nötig, werden diese optimal ausgelastet. Es entstehen also weder Engpässe noch längere Leerzeiten, was wiederum ressourcenschonend ist. Während komplett klimaneutraler Transport bisher schwieriger umzusetzen ist, können Logistikunternehmen trotzdem mit Emissionsausgleichen einen Beitrag für die Umwelt leisten.

  • Fortschritte messen und feiern:
    Wer sich klare Ziele setzt, kann seine Erfolge ganz einfach messen. Diese sollten im Unternehmen dann auch zelebriert werden, schließlich haben Mitarbeiter und Leitung etwas Tolles geleistet. So bleibt die Motivation zur Umsetzung der CSR-Ziele auch langfristig erhalten.

Mit diesen Tipps können Logistik-Unternehmen CSR ganz einfach in ihre Strategie mitaufnehmen, denn schon jeder kleine Fortschritt in Richtung Nachhaltigkeit zählt.

Quelle: UD/cp
 

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