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28.02.2019

Lieferkette

Geschlechtergleichstellung im Kaffee- und Kakaosektor

Im September 2015 hat die Weltgemeinschaft beim UNO-Nachhaltigkeitsgipfel die Agenda 2030 verabschiedet. Alle Mitglieder der Vereinten Nationen (193 Staaten) haben sich auf einen universalen Katalog verständigt und insgesamt 17 Ziele formuliert, die Sustainable Development Goals (SDGs). Eines der 17 Ziele ist die Geschlechtergleichstellung.

Geschlechtergleichstellung im Kaffee- und Kakaosektor zoom

Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization of the United Nations, FAO) machen Frauen weltweit im Durchschnitt 43 Prozent der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte aus. In vielen ländlichen Gemeinden sind Frauen im Agrarsektor tätig, ohne dass sie Land oder Bäume besitzen, eine wichtige Voraussetzung für die Mitgliedschaft in einer Kooperative. Diese Einschränkung verschafft ihnen nur limitierten Zugang zu Informationen und Ressourcen für einen nachhaltigeren Anbau. Dieser wiederum würde die Frauen dabei unterstützen, ihre Produktivität zu steigern und somit ihr Einkommen zu verbessern. Die FAO geht davon aus, dass Frauen bei gleicher Ausgangslage wie die der Männer ihre Erträge im Kaffeeanbau beispielsweise um 20 bis 30 Prozent steigern könnten. Geschlechtergleichstellung birgt demnach ein hohes nicht ausgeschöpftes Geschäftspotenzial.

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Kaffee und Kakao sind zwei der wichtigsten Rohstoffe der Rainforest Alliance. Aus diesem Grund setzt sich die Organisation seit Jahren dafür ein, schlechte Arbeitsbedingungen, Armut, Geschlechterungleichheit, Abholzung und die Bedrohung der Artenvielfalt nicht nur innerhalb dieser Sektoren zu bekämpfen. Dies ist ein langer Prozess, der Engagement aller Akteure entlang der Lieferkette fordert. 

Vision: Mensch und Natur im Einklang

Die Vision der Rainforest Alliance ist eine Welt, in der Mensch und Natur im Einklang miteinander leben. Das Thema Gleichberechtigung nimmt eine Schlüsselrolle ein und wird auch integraler Bestandteil des neuen Zertifizierungsstandards sein und weiterhin einen hohen Stellenwert in der Arbeit auf Landschafts- und Branchenebene einnehmen. Im Rahmen des UTZ-Sektor-Partnerschafts-Programm initiiert die Rainforest Alliance weltweit Initiativen und Projekte entlang der Lieferkette, um dem Thema zu begegnen und konsequent Maßnahmen umzusetzen. Die Organisation launcht in diesen Tagen außerdem einen „Gender Scan“ – mit dem Ziel, die Geschlechtergleichstellung in den eigenen Reihen zu überprüfen und vollständig zu implementieren. LINK

Mehr und mehr findet dieses Thema international Beachtung. So stand zum Beispiel 2018 der Internationale Tag des Kaffees unter dem Motto "Frauen im Kaffee". Deutschland setzt sich im Rahmen seines kürzlich vorgestellten 10-Punkte-Plans aktiv für die Gleichstellung der Frauen im Kakaosektor ein. 

Entwicklungs- und Supply-Chain-Experten sind sich einig: Ohne die Stärkung der Frauen sind die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung bis 2030 nicht zu erreichen. Auch in der Rainforest Alliance sehen wir, dass die Förderung von Frauen einer der wichtigsten Schlüssel zur Verbesserung nachhaltiger Lebensgrundlagen im Agrarsektor ist – und das Thema Geschlechtergleichstellung entsprechend weit oben auf der Nachhaltigkeitsagenda angesiedelt bleiben muss.

Quelle: UD/pm
 

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