26.03.2019

14.01.2019

Digitalisierung

Digitale Kultur ist bei deutschen Unternehmen unterentwickelt

Der Aufbau einer Digitalkultur nimmt eine Schlüsselstellung für den Unternehmenserfolg ein. So lautet ein zentrales Ergebnis einer kürzlich veröffentlichten Studie der LeadershipGarage der Leuphana Universität Lüneburg. Die Psychologie-Professorin Sabine Remdisch und ihr Team untersuchten außerdem den aktuellen Digitalisierungsgrad in Unternehmen, Merkmale der Unternehmenskultur und Indikatoren für den Unternehmenserfolg.

Digitale Kultur ist bei deutschen Unternehmen unterentwickelt

Die deutschen Unternehmen suchen nach Wegen, wie sie den Herausforderungen der digitalen Zukunft am besten begegnen können. Dabei kommen vor allem die sich wandelnden Arbeitsformen und Geschäftsprozesse sowie veränderte Denk- und Handlungsweisen in den Blick. „Ohne eine Digitalkultur, also eine Unternehmenskultur, die die neuen Bedingungen gezielt nutzt, wird ein Unternehmen in der digitalen Zukunft nicht mehr erfolgreich sein können“, ist die Personal- und Organisationsexpertin Remdisch überzeugt.

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Eine entsprechend entwickelte Unternehmenskultur hilft dabei, den Grad der Digitalisierung zu erhöhen. Der wiederum ist künftig entscheidend für den Unternehmenserfolg. Damit Firmen überprüfen können, wie weit sie in diesem Prozess vorangekommen sind, haben die Wissenschaftler aus den Ergebnissen ihrer Studie ein „Digital Culture Fit“ entwickelt. Mit diesem Instrument läßt sich leicht messen, wie gut ein Unternehmen für die Herausforderungen der digitalen Welt aufgestellt ist und wo genau eine Weiterentwicklung notwendig wäre.

Defizite bei „New Work“

Fast alle für die Studie befragten Führungskräfte schätzen den Einfluss der Digitalisierung auf ihr Unternehmen hoch ein. Mit dem tatsächlichen Stand der Digitalisierung in ihrem Unternehmen sind allerdings nur gut 18 Prozent der Befragten sehr zufrieden oder eher zufrieden. Defizite werden vor allem bei den Merkmalen einer modernen Arbeitskultur („New Work“) gesehen. Dazu zählen etwa Innovativität, Risikobereitschaft oder Übernahme von Eigenverantwortung.

Befragte aus Unternehmen mit einem höherem Digitalisierungsgrad registrierten zum Beispiel ein deutlich höheres Ausmaß entwickelter und umgesetzter Innovationen und nahmen in ihren Unternehmen auch eine bessere Fähigkeit beim Umgang mit Umbrüchen von Technologien oder Dienstleistungen wahr.

Die Studie zum „Digital Culture Fit“ entstand aus einer Kooperation der LeadershipGarage der Leuphana Universität Lüneburg mit der alljährlichen Befragung des „Manager Barometers“ durch die Personalberatungsgesellschaft Odgers Berndtson hervor.

Quelle: UD/fo
 

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