18.03.2019

15.11.2018

Digitalisierung

Wie digitale Tools beim Upcycling helfen

Upcycling ist in der Textilindustrie ein Riesenthema: Kein Wunder, schließlich versinkt die Welt in Bergen von Textilmüll. Start-up Airpaq hält mit trendigen Rucksäcken und digitalen Tools dagegen.

Wie digitale Tools beim Upcycling helfen

Adrian Goosses und Michael Widmann sind leidenschaftliche Upcycler: „Es fasziniert uns, alternative Verwendungen für Dinge zu finden, die andernfalls im Müll landen würden“, sagt Adrian Goosses. Kurzerhand machten er gemeinsam mit Michael Widmann aus dieser Faszination ein Geschäft: Airpaq. Seit 2017 produziert das Unternehmen aus Airbags und Sicherheitsgurten trendige Rucksäcke. Für die Airbags und Sitzgurte arbeitet Airpaq mit der Ausschussware eines großen Airbag-Herstellers. Die Gurtschlösser stammen vom Schrottplatz. Das Konzept kommt an: Mehr als 2.000 Rucksäcke haben die Gründer über ihren Web-Shop bereits verkauft, inzwischen produzieren sie monatlich rund 400 Stück.

Standortübergreifende Zusammenarbeit

Mit den steigenden Verkaufszahlen wuchsen aber auch die Anforderungen an die unternehmensinternen Kommunikationsprozesse – und zwar standortübergreifend. Denn Adrian Goosses lebt und arbeitet in Köln, sein Kompagnon Michael Widmann im italienischen Bozen. Produziert werden die innovativen Rucksäcke wiederum in der rumänischen Stadt Temeschwar, wo auch ihre Designerin sitzt.

Die bislang eingesetzte Unternehmenssoftware stieß dabei zunehmend an ihre Grenzen: Dokumente, Informationen und Daten waren nicht online verfügbar, die Arbeit von unterwegs gestaltete sich schwierig. Schnell stand fest: Eine neue Lösung muss her. Das Gründer-Duo entschied sich für Microsoft Office 365 im Mietmodell von der Telekom. „Damit können wir nun unabhängig von Ort und Zeit zusammenarbeiten“, sagt Geschäftsführer Goosses.

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So lassen sich beispielsweise dank Skype for Business Ideen und Projekte per Video am Bildschirm besprechen. Statt Entwürfe und Skizzen zu neuen Designs per E-Mail rumzuschicken, diskutiert die Designerin neue Farben und Formen direkt online mit der Geschäftsführung. Das geht nicht nur schnell, sondern reduziert auch den Reiseaufwand: Die Software bringt das Team virtuell per Knopfdruck zusammen – egal, in welchem Land die einzelnen Personen sich gerade befinden. Vorteile, die die Gründer gleich in der täglichen Arbeit umsetzten, als für den Produkt-Launch eines neuen Freizeitbeutels ein Video geplant war. Goosses: „Für die komplette Abstimmung mit unserem Filmproduzenten in London haben wir dabei auf Sharepoint und Skype for Business gesetzt.“

Alter Autoschrott verwandelt sich in neue Rucksäcke.
Alter Autoschrott verwandelt sich in neue Rucksäcke.

Reibungsloses Zusammenspiel

Doch die Videotelefonie-Anwendung ist nur ein Beispiel dafür, wie digitale Werkzeuge das standortübergreifende Teamwork erleichtern. Auch andere Komponenten der Microsoft-Office-365-Lösung tragen bei Airpaq zum reibungslosen Zusammenspiel bei. So hilft etwa die Anwendung Microsoft Planner, Aufgaben besser zu organisieren und zuzuweisen. „Wir können im System genau erkennen, wer von uns schon welche Kundenanfrage bearbeitet hat“, sagt Goosses.

Weil sämtliche Dokumente online im SharePoint abgelegt sind, greifen alle auf dieselben Daten zu, müssen unterschiedliche Versionen der Designskizzen nicht länger abgleichen und zusammenführen. Das reduziert das Fehler-Risiko und beschleunigt Arbeitsabläufe. Und ermöglicht dem Start-up, seine Unternehmensmission konsequent zu verfolgen: „Wir möchten mit unseren Upcycling-Rucksäcken zu einem nachhaltigeren Bewusstsein in der Modewelt beitragen“, so die Gründer.

Quelle: UD/cp
 

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