21.08.2019
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26.07.2019

Circular Economy

Ausweitung des Getränkekarton-Recyclings in der Schweiz

Noch immer gibt es in der Schweiz keine gesetzliche Grundlage für die Sammlung und Verwertung gebrauchter Getränkekartons. Schon seit zehn Jahren engagiert sich Tetra Pak dort beim Aufbau eines flächendeckenden Sammel- und Recyclingsystems und knüpft wichtige Partnerschaften.

Ausweitung des Getränkekarton-Recyclings in der Schweiz

Recycling ist entscheidend

Die gute Nachricht vorweg: Es existieren bereits rund einhundert Sammelstellen in der Schweiz, zu denen gebrauchte Getränkekartons gebracht werden können. Das ist allerdings nur möglich dank engagierten Gemeinden und Entsorgern, die freiwillig eine Sammlung anbieten. Eine gesetzliche Grundlage für eine Finanzierungslösung, wie sie beispielsweise bei PET oder anderen Materialien besteht, gibt es nicht. Nur so könnte eine echte und hochwertige Kreislaufwirtschaft für alle Materialfraktionen gefördert werden.

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Dabei ist funktionierendes Recycling entscheidend. Die wertvollen Papierfasern der Lebensmittelverpackungen sind in der Kartonindustrie ein begehrter Rohstoff: Mit dem Recycling aller in der Schweiz auf den Markt gebrachten Getränkekartons könnte pro Jahr Holz einer Fläche von 11.000 Fußballfeldern eingespart werden. 

Dr. Josef Meyer, Tetra Pak Key Account Director und Sales Office Manager Austria and Switzerland sowie Präsident des Vereins Getränkekarton-Recycling Schweiz: «Es gibt Verwertungsmöglichkeiten in der Schweiz. Die Leute wollen sammeln, und das funktioniert problemlos. Eine flächendeckende Sammlung könnte morgen schon eingeführt werden.» Eine Verwertung der gesammelten Verpackungen findet bereits statt: Die Model AG in Weinfelden hat 2017 eine neue Anlage in Betrieb genommen, die alle im Land anfallenden Getränkekartons verwerten kann.

Lösungen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft

Seit über zwei Jahrzehnten veröffentlicht Tetra Pak seinen jährlichen Sustainability Report zu den Bemühungen hinsichtlicht ökologischer und gesellschaftlicher Verantwortung. Im aktuellen Bericht liegt der Fokus unter anderem auf Recycling und dem Aufbau funktionierender Kreislaufwirtschaftssysteme. Tetra Pak knüpft auf diesem Feld wichtige Partnerschaften und setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass Verpackungen nach Gebrauch gesammelt und zu nützlichen Produkten recycelt werden – allein im Jahr 2017 waren das über 46 Milliarden weltweit. Die Grundlage für einen Systemwandel ist Kooperation. Auf globaler Ebene ist Tetra Pak bereits 2016 der Initiative «Circular Economy 100 (CE100)» beigetreten, einer Plattform der Ellen MacArthur Foundation, im Rahmen derer das Unternehmen gemeinsam mit anderen Stakeholdern an Recycling-Lösungen arbeitet. 

In Europa fördert Tetra Pak in Zusammenarbeit mit weiteren führenden Unternehmen der Verpackungsbranche durch die neue Plattform «EXTR:ACT – Driving Value for Multimaterial Recycling» das Recycling der nicht papierbasierten Verpackungsbestandteile wie Polymere und Aluminium. Im Zuge dessen sollen auch Initiativen zur Ausweitung der Getränkekartonsammlung in ganz Europa koordiniert und gefördert werden. 

In der Schweiz ist Tetra Pak Gründungsmitglied von PRISMA, einer privaten Initiative von Unternehmen aus Industrie und Handel, die sich zum Ziel gesetzt haben, gemeinsam mit anderen Partnern wie Unilever, Emmi, Spar oder Aldi Suisse hierzulande eine funktionierende Kreislaufwirtschaft für alle Arten von Verpackungen zu realisieren. 

«Wir erlauben uns, neu zu denken und ständig dazuzulernen», sagt Caroline Babendererde, Circular Economy Expert bei Tetra Pak «Und ich habe die Hoffnung, dass wir eine ökologische, ökonomisch und sozial tragfähige Lösung für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft in der Schweiz finden. «

Quelle: UD/cp
 

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