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21.02.2018

Circular Economy

Audi setzt bei Aluminium auf Circular Economy

Aufgrund des Klimawandels und der steigenden Ressourcenknappheit ist es für die AUDI AG besonders wichtig, die Umweltauswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit entlang des gesamten Wertschöpfungsprozesses zu reduzieren sowie Rohstoffe und Materialien zu schonen. Diese Verantwortung nimmt der Audi Konzern sehr ernst, um wettbewerbsfähig zu bleiben und künftigen Generationen eine lebenswerte Zukunft zu bewahren. Denn wirtschaftlicher Erfolg und verantwortungsvolles Handeln sind für Audi untrennbar miteinander verbunden.

Audi setzt bei Aluminium auf Circular Economy
Audi strebt bei der Produktion eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft an.

Von Dr. Johanna Klewitz und Susanne Haas

„Audi steht für Nachhaltigkeit. Wir wollen die gesamte Wertschöpfungskette unserer Modelle nachhaltig gestalten und haben uns dafür anspruchsvolle Ziele gesetzt“, sagt Dr. Bernd Martens, Beschaffungsvorstand der AUDI AG. „Durch das Prinzip der Kreislaufwirtschaft wollen wir Ressourcen schonen, indem wir Materialien und Rohstoffe wiederverwerten. Unser Aluminium Closed Loop Projekt beispielsweise zeigt, dass sich die anzurechnenden CO2-Emissionen um bis zu 39 Prozent reduzieren lassen.“

Audi kooperiert in der Aluminiumverarbeitung mit unterschiedlichen Stakeholdern. Das Ziel ist, intelligente Materialkreisläufe entlang der Lieferkette zu etablieren und dadurch Umweltrisiken zu minimieren und Ressourcenverschwendung zu vermeiden.

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Aluminium ist im Automobilbau ein wichtiger Leichtbauwerkstoff. Es ist etwa um zwei Drittel leichter als Stahl und kann in vielen Bereichen des Automobils wie Karosserie, Fahrwerk oder Aggregat eingesetzt werden. Im Zuge der Elektrifizierung der Autos wird Aluminium als Material weiter an Bedeutung gewinnen, um dort konzeptbedingte Mehrgewichte zu kompensieren. Leichtbau ist eines der Kernkompetenzen von Audi. Das Unternehmen setzt bereits seit den 1990er Jahren Aluminium ein. Aktuell verwendet Audi im Durchschnitt 15 Prozent Aluminium-Werkstoffe – Tendenz steigend. Da die Herstellung von Aluminium energieintensiver als die Produktion von Stahl ist, sind Maßnahmen zum verantwortungsvollen Ressourcenumgang wichtig: „Der gesellschaftliche Wertewandel schreitet voran, für immer mehr Menschen wird Nachhaltigkeit zum Ausdruck einer Lebenseinstellung“, sagt Prof. Dr.-Ing. Peter F. Tropschuh, Leiter der Abteilung Strategie Nachhaltigkeit bei Audi. „Wir bauen Autos, die dieser Haltung in der gesamten Lieferkette entsprechen. Deswegen treiben wir die Entwicklung innovativer Antriebstechnologien voran und verfolgen die Prinzipien einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft bei der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung unserer Produkte, die keinen Platz für Ressourcenverschwendung lassen.“

Audi A8 Konzeptzeichnung

Kreislaufwirtschaft im Fokus

Audi durchleuchtet die Umweltauswirkungen seiner Produkte und Komponenten entlang ihres gesamten Lebenszyklus. Die daraus resultierende Transparenz ermöglicht es, die Herstellung der Autobauteile ressourceneffizient zu optimieren. Außerdem können die eingesetzten Materialien wiederverwertet werden. Dabei spielt auch das Recycling von Schrotten eine wichtige Rolle – diese werden als Sekundärrohstoffe eingesetzt. Im Bereich der Verarbeitung von Aluminiumwerkstoffen hat Audi deswegen gemeinsam mit einem Lieferanten das Pilotprojekt „Aluminium Closed Loop“ ins Leben gerufen. Dieses soll die Wiederverwertung von Aluminiumblechteilen erproben.
Audi will auf diese Weise einen geschlossenen Werkstoffkreislauf mit seinem Lieferanten aufbauen. So gehen die Aluminiumblechverschnitte, die in den Audi-Presswerken anfallen, direkt an den Lieferanten zurück, der sie erneut verarbeitet. Die auf diese Weise hergestellten Alubleche verwendet Audi anschließend wieder in seiner Produktion. Dadurch entfällt bei diesen Materialien die vorgelagerte, energieintensive Wertschöpfungskette.
Seit Anfang 2017 testet Audi die unterschiedlichen Abläufe, um die Anforderungen, Bedingungen und Prozesse klar zu definieren und langfristig eine konzernweite Anwendung des Programms zu untersuchen.

Ziel: Transparenz im Aluminiumsektor

Audi ist seit 2013 Mitglied der Aluminium Stewardship Initiative (ASI). Die ASI entwickelte sich aus einem Zusammenschluss verschiedener Stakeholder der Aluminiumindustrie. Ziel der Initiative ist es, mehr Nachhaltigkeit und Transparenz im Aluminiumsektor zu schaffen und eine verantwortungsvolle Aluminiumgewinnung zu fördern. Neben Audi kooperieren in der ASI viele weitere führende Unternehmen aus der gesamten Aluminium-Wertschöpfungskette, von der Gewinnung des Rohstoffes Bauxit über die Produktion bis hin zur Weiterverarbeitung.

Seit 2014 entwickelt die ASI einen nachhaltigen Standard für den Umgang mit Aluminium, den die teilnehmenden Unternehmen umsetzen müssen. Der Standard stellt sicher, dass das Material entlang der gesamten Vorkette nachhaltig hergestellt und verarbeitet wird. Er umfasst verschiedene ökologische, soziale und ethische Kriterien, die für alle Stadien der Wertschöpfung gelten. Im Mittelpunkt stehen dabei Umweltaspekte wie Vorgaben zur Treibhausgasreduzierung, zur Abfallproduktion in der Aluminiumherstellung oder zum Umgang mit Wasserressourcen.

Reifen

Alle Firmen, die Aluminium produzieren, verwenden oder recyceln, sind eingeladen, mit der Initiative zusammenzuarbeiten. ASI kooperiert auch mit NGOs wie etwa der International Union for Conservation of Nature (IUCN), die ihre Expertise in Sachen nachhaltiger Ressourcennutzung bereitstellt. Durch die Integration unterschiedlicher Stakeholder erzielt der ASI-Standard eine hohe Akzeptanz bei allen Beteiligten. Das fördert auch das Vertrauen der Konsumenten gegenüber Produkten, die Aluminium enthalten. Mit dem Pilotprojekt „Aluminium Closed Loop“ und seinem Engagement in der ASI leistet Audi einen wichtigen Beitrag zu den Zielen 12 (Nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen) und 13 (Bekämpfung des Klimawandels) der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen.

Ressourcenschonender Umgang mit Batterien

Audi konzentriert sich bei seinem Engagement für ressourcenschonende Prozesse nicht nur auf Aluminiumwerkstoffe, sondern auch auf Batteriebestandteile. Durch Wiederverwertung von Komponenten aus Versuchsfahrzeugen für Gebrauchtwagen und die Weiterverwendung von Hochvolt-Batterien können die Nutzungsphasen einzelner Bestandteile deutlich verlängert werden. Denn auch nach der Nutzung im Fahrzeug besitzen die Akkus von Audi noch immer einen Großteil ihrer Kapazität, sodass sie für einen weiteren Einsatz attraktiv sind. Audi plant, sie als stationäre Energiespeicher zu verwenden – etwa für die neuen Schnellladestationen für e-tron-Modelle oder als Puffer für erneuerbare Energien.

Im Original ist der Text im Jahrbuch "Global Compact Deutschland 2017" erschienen.

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