14.12.2019
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02.04.2019

Innovation & Forschung

Straßenlaternen als schnelle Ladestationen

Straßenlaternen als Ladepunkt für Elektrofahrzeuge umzunutzen – das ist die Kernidee einer Forschungskooperation der Hochschule Koblenz und der Energieversorgung Mittelrhein. Gemeinsam wollen sie die Elektromobilität dank neuer Ladeinfrastruktur-Technologie in Fahrt bringen. Nach wenigen Monaten Entwicklung haben die Forschungspartner nun einen ersten Prototyp vorgestellt.

Straßenlaternen als schnelle Ladestationen
Prototyp-Präsentation

Die Idee, bestehende Infrastruktur von Straßenlaternen zum Laden von Fahrzeugen zu nutzen, ist nicht neu. Doch die bereits erhältlichen Lösungen für das Laden an Straßen-laternen haben sich auf dem Markt bisher nicht durchgesetzt. Das Kooperationsteam sieht den Grund hierfür vor allem in der langen Ladedauer, die bei den bestehenden Konzepten benötigt wird. Der Prototyp zeigt, dass es auch anders geht: Mit einer Ladegeschwindigkeit, die sonst nur Schnell-Ladesäulen bieten, kann unter den richtigen Voraussetzungen auch an Straßenlaternen oder den Laternenmasten auf Betriebshöfen geladen werden.

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Kürzere Ladezeiten

Durch die neue Technik verkürzt sich die Ladezeit deutlich: Mit jeder Minute Ladezeit lädt man etwa drei Kilometer Reichweite auf, so dass das Vollladen je nach Auto in knapp zwei Stunden erledigt sein kann. „Damit könnten zukünftig E-Autos öfter mal eben auf dem Parkplatz beim Discounter oder auf dem Mitarbeiterparkplatz beim Arbeitgeber aufgeladen werden. Das wäre vergleichbar mit dem Laden eines Smartphones, wie es inzwischen auch an vielen öffentlichen Orten möglich ist“, so Projektleiter Prof. Dr. Johannes Stolz aus dem Fachbereich Ingenieurwesen der Hochschule Koblenz.

Beim jüngsten Treffen der Forschungsgemeinschaft nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Energieversorgung Mittelrhein (evm) und der Hochschule Koblenz das Demonstrationsmodell der schnellen Laternenladesäule in Augenschein. Bei dieser Gelegenheit diskutierten sie weitere Ideen zu deren Verbesserung sowie Nutzung. Student Domenic Frank, der derzeit im Masterstudiengang Systemtechnik seine Abschlussarbeit über dieses Projekt schreibt, erklärte die Fortschritte, die Entwicklung des Prototyps sowie die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des Konzepts hin zu einer praktischen Realisierung im städtischen Netz.

Über die Kooperation 

„Die Zusammenarbeit der Hochschule mit der evm in diesem Projekt basiert vor allem auf einem ständigen Informationsaustausch, bei dem immer wieder die Untersuchungs-ergebnisse mit den Erfahrungen aus der Praxis abgeglichen worden sind“, betont Kathrin Laymann vom Team Städte- und Energiepolitik der evm, „Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen und Gesellschaften der evm-Gruppe haben im Laufe des Projektes ihre Erfahrungen miteinfließen lassen.“ Zudem habe die evm Elektrofahr-zeuge zum Messen und Versuchen bereitgestellt.

Nach dem ersten Prototyp an der Hochschule wird nun intern geprüft, ob weitere Prototypen bei der evm getestet werden und welche Anforderungen diese erfüllen sollten

Quelle: UD/pm
 

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