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26.07.2019

Innovation & Forschung

Neue Technologien und Metallnutzung

Die Menge an bestimmten Metallen, die weltweit in Computern und anderen elektrischen Komponenten verbaut werden, ist leicht zu unterschätzen. Technologien deren Weiterentwicklung die Vorräte an Metallen beeinträchtigen sind nicht nur in der IT Welt zu finden, sondern auch in elektrischen Fahrzeugen, erneuerbarer Energie, und der Robotertechnik.

Neue Technologien und Metallnutzung

Was für Metalle sind betroffen?

Laut Studie des Massachussets Institute of Technology (MIT), die letztes Jahr publiziert wurde, sind viele Metalle entweder wegen ihrer Nutzung in elektrischen Kontakten oder als Batterie Materialien sehr gefragt.

Die drei Metalle, die am meisten von neuen Technologien genutzt werden, sind laut Studie Zinn, Lithium und Kobalt. Alle drei finden weite Anwendung im Autobau und IT Bereich. Kobalt wird außerdem in hochentwickelten Öl- und Gasanlagen verwendet, während Lithium als Energiespeicher gefragt ist und Zinn viel in der Robotertechnik und bei erneuerbaren Energien verwendet wird.

Auch auf der Liste finden sich Silber, besonders in IT genutzt, Nickel, das ähnlich wie Kobalt bei Öl-und Gasanlagen vorkommt, und Gold. Dahinter liegen Wolfram, Vanadium und Graphit.

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Der Vorreiter: Zinn

Auch wenn vielen der Wert dieses Metalles nicht so offensichtlich sein wird wie Silber oder Gold, findet Zinn Nutzung in fast allen der hier genannten Bereiche (mit Ausnahme von Öl- und Gasanlagen). Um die 50% vom weltweit produzierten Zinn wird beim Löten von Elektronik genutzt. Verbinder wie Crimp Flachstecker bestehen aus verzinnten Materialien, aber das Material findet auch noch weitläufigeren Nutzen als Legierungsbestandteil. Bronze ist zum Beispiel eine Legierung aus Zinn und Kupfer, und unersetzbar ist Zinn auch als Bestandteil von Metall-Legierungen mit niedrigem Schmelzpunkt.

Zudem ist Zinn relativ selten und macht nur zwei Teile pro Million an Erdkruste aus. Hauptsächlich wird Zinn aus verschiedenen Erzen extrahiert, besonders aus Kassiterit (SnO2), welches auch Zinnerz oder Zinnstein genannt wird. Hauptproduzenten von Zinn sind Malaya, Bolivien, Peru Indonesien, Zaire, Thailand und Nigeria.

Trotz dass Zinn vergleichsmäßig unter den Verbrauchsstoffen wenig auffällt, hat der Zinn Sektor starke Fundamente, da bis 2020 ein weltweiter Mangel an Versorgung prognostiziert wird. Zinn Vorräte liegen im Moment an einem historischen Niedrigpunkt und die letzten Jahre sahen ein konsistentes Versorgungsdefizit. Die Versatilität und der verbreitete Nutzen von Zinn sagt vorraus, dass der Preis in den nächsten Jahren steigen wird.

Gleichzeitig schwinden die natürlichen Zinnvorräte immer weiter. Bei so großer Nachfrage ist das Erreichen des Endes der möglichen Zinnproduktion vorprogrammiert, selbst wenn Exportländer die Produktion vorerst kappen um so lange wie möglich hohe Preise auszunutzen. Für viele Technologien ist das eine schlechte Nachricht – denn einen Ersatzstoff gibt es in vielen Fällen noch nicht und trotz steigender Nachfrage scheint sich die Welt darüber nicht viel zu sorgen.

Quelle: UD/cp
 

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