17.11.2019
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28.03.2019

Tourismus

Pioniere der Nachhaltigkeit: Stephan Bode

Regelmäßig stellt Green Pearls Persönlichkeiten vor, die die nachhaltige Entwicklung im Tourismus vorantreiben. Im zwölften Teil der Reihe „Pioniere der Nachhaltigkeit“ geht es um Stephan Bode vom Schwarzwald Panorama. Mit Elan, Kreativität und Pioniergeist setzt er mit seinem engagierten Team verschiedene nachhaltige Projekte in seinem Viersternehotel um.

Pioniere der Nachhaltigkeit: Stephan Bode zoom
Stephan Bode vom SCHWARZWALD PANORAMA

Das Steak war schuld – Erkenntnis am eigenen Her

So einfach und doch so bedeutend: Ein Bio-Lummersteak war der Auslöser für Stephan Bodes nachhaltigen Werdegang. Denn das Steak schrumpfte in der Pfanne nicht wie es bei konventionellen Steaks der Fall ist, sondern behielt seinen Umfang. Die Qualität überzeugte ihn und weckte so das Interesse für Bio-Lebensmittel – der erste kleine Schritt in ein nachhaltigeres Leben und Arbeiten war getan. Weiter ging es zunächst mit kleinen Schritten im Privatleben, wie einer Rauchentwöhnung und mehr Sport. Dass diese kleinen Änderungen des Lebensstils zu einem eigenen nachhaltig geführten vier Sterne Hotel mit eigener Nachhaltigkeitsbeauftragten führen würden, ahnte Stephan Bode damals noch nicht. Doch das Umdenken hatte begonnen und Schritt für Schritt wurde so auch der Weg für eine grünere Hotelpraxis geebnet.

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Grün im Schwarzwald

Im Jahr 2013 übernahm er die Leitung des damals noch als Rulands Thermenhotel bekannten Hotels in Bad Herrenalb. Schnell folgte die Umbenennung in Schwarzwald Panorama – die beeindruckende Panoramasicht über die Wälder und Berge um Bad Herrenalb standen Pate. Mit dem neuen Namen kam auch eine neue, nachhaltige Strategie. Für Bode zu diesem Zeitpunkt schon nahezu selbstverständlich, hatte er doch als Geschäftsführer zuvor bereits einen anderen Betrieb, das Bio-Seehotel im thüringischen Zeulenroda, in ein umweltfreundliches Tagungshotel verwandelt. Diese Erfahrung kam ihm auch beim Schwarzwald Panorama zu Gute, denn er wusste bereits, wie man regionale Lieferanten und Landwirte für eine ökologische Praxis gewinnt oder klimaneutrale Veranstaltungen ausrichtet. Mit Elan, Kreativität und Pioniergeist setzt er mit seinem engagierten Team seitdem verschiedene nachhaltige Projekte im Hotel um, so zum Beispiel eine Kooperation im sozialen Bereich mit Global Family Charity Resort. 2017 folgte mit dem Erwerb des Hotels ein weiterer wichtiger Schritt. Gleichzeitig gingen sie die Selbstverpflichtung des DNK ein und unterschrieben die WIN Charta Baden-Württembergs.

Nachhaltig bis in die Spitzen

Die Begeisterung und der Spaß an der täglichen Umsetzung von Nachhaltigkeit sind sowohl Stephan Bode, als auch dem Schwarzwald Panorama deutlich anzumerken. „Mir geht es um den Sinngehalt für den Menschen und unseren natürlichen Lebensraum“, erklärt er. Passend zum ersten Schlüsselmoment spielt Kulinarik auch heute noch eine besondere Rolle im Hotel: Slow Food, regionale und Bio-Lebensmittel, Basenfasten, Zero Waste Buffets und mehr zeichnen die Küche des Schwarzwald Panorama aus. Doch auch außerhalb des Restaurants ziehen sich umweltfreundliche Initiativen wie ein grüner Faden durch das Konzept. Die verwendeten Reinigungsmittel sind selbstverständlich biologisch abbaubar, bei Lieferanten wird auf kurze Transportwege und wenig Verpackung geachtet und der eigene Garten mitsamt Hochbeeten wird möglichst natürlich gehalten um so den Artenschutz zu fördern. Gäste können sich zudem für eine komplett klimaneutrale Anreise und Übernachtung entscheiden und sich für oder gegen die tägliche Zimmerreinigung aussprechen.

Schwarzwald Selfness

Im Schwarzwald Panorama bezieht sich die Nachhaltigkeit jedoch nicht nur auf den Hotelalltag selbst, sondern auch auf die Gesundheit der Gäste. Gemeinsam mit dem angrenzenden Gesundheitscampus bietet das Selfness- und Gesundheitskonzept des Hotels verschiedenste Anwendungen für Körper, Geist und Seele: Einen großzügigen Spa-Bereich für pure Entspannung gibt es hier genauso wie abgestimmte Ernährungs- und Detoxkuren, Waldbaden, Yoga und Traditionelle Chinesische Medizin. Die Angebote werden von Experten des Gesundheitscampus begleitet und sorgen für ein nachhaltig neues Bewusstsein, das auch Zuhause noch nachwirkt.

Botschafter für „SINNvolles Handeln“

Wie gut die nachhaltige Strategie auf allen Ebenen ankommt, wird nicht nur an den vielen Auszeichnungen und Zertifizierungen deutlich, sondern auch am Feedback durch Gäste und Mitarbeiter gleichermaßen: Sowohl die Auslastung und der Umsatz, als auch die Anzahl der Mitarbeiter konnten im Laufe der Jahre verdoppelt werden. Sein Motto „Ökonomischer Wachstum durch ökologisch SINNvolles Handeln“ treibt ihn an. Er ist immer auf der Suche nach Möglichkeiten Gutes zu tun und in jeder Hinsicht besser zu werden. Deshalb liegt ihm auch die Motivation und Weiterbildung seines Teams besonders am Herzen.

Das Team als Schlüssel zum Erfolg

„Seit vielen Jahren treibt mich die Lust an, sinnvolle Lebens- und Arbeitswelten zu gestalten. Als Mensch und Unternehmer möchte ich mich einbringen, Mitarbeiter in ihrer persönlichen Entwicklung zu inspirieren und fördern.“ Verschiedene Programme und Initiativen sorgen daher sowohl für ein gutes Miteinander als auch Weiterbildung im Bereich Nachhaltigkeit: so beispielsweise der DVD-Verleih für Mitarbeiter, der es dem Team ermöglicht sich mithilfe verschiedener Umweltdokumentationen einfach zu informieren. Regelmäßige Teamschulungen wie zum Beispiel Mülltrennungs-Crashkurse oder Upcycling-Workshops inspirieren zur Wiederverwertung und stets folgen neue Ideen aus dem hoteleigenen „Ökobüro“ wie zum Beispiel die Einführung eines Veggie Days in der Kantine.

Blick in die Zukunft

Mit dem Schwarzwald Panorama hat Stephan Bode, Träger des B.A.U.M.-Umweltpreises und Spirit at Work Awards, bereits einiges erreicht. Seine eigenen Erfolge allein reichen ihm allerdings noch lange nicht. Die Zukunft des Tourismus ist nachhaltig, da ist sich Bode sicher: „Generell wünsche ich mir, dass touristische Anbieter, insbesondere Hotels und Gastronomiebetriebe, das Thema Nachhaltigkeit zu 100 Prozent in ihre Wertschöpfungsketten integrieren und dabei verstehen, dass einweiter so langfristig nicht funktionieren wird. Erstens vernichten sie so die eigenen Lebensgrundlagen sowie Geschäftsgrundlagen, und zweitens wünsche ich mir, dass das in unserer Branche viel zitierte ‚Gastgebertum‘ gleichzeitig als ein ‚selbst Gast sein‘ auf Mutter Erde verstanden wird.“

Quelle: UD/pm
 

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