20.08.2019
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05.08.2019

Textilien

Nachhaltige Materialien für umweltfreundliche Mode

Kleidung aus nachhaltigen Materialien ist nicht mehr nur ein Nischenprodukt. Sie hat es mittlerweile auf die Laufstege dieser Welt geschafft. So stand die diesjährige Copenhagen Fashion Week ganz unter dem Motto Nachhaltigkeit. Die Designerin Stine Goya präsentierte zum Beispiel eine Kollektion, die komplett aus nachhaltigen oder recycelten Materialien geschneidert ist, etwa aus Hanf und Seide oder mit Kräutern gefärbten Stoffen.

Nachhaltige Materialien für umweltfreundliche Mode

Doch um sich nachhaltig zu kleiden, muss es nicht gleich eine Jeans aus Hanf oder ein Kleid aus Seide sein. Mittlerweile werden auch konventionelle Fasern und Stoffe so produziert, dass sie Mensch und Umwelt möglichst wenig schaden. Dazu gehören die folgenden vier Materialien.

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  1. Bio-Baumwolle

    Baumwolle wird auch bei Fast Fashion verwendet. Kein Wunder, denn die Pflanzenfaser bietet einen hohen Tragekomfort. Sie ist sehr hautfreundlich und auch für empfindliche Menschen und Allergiker geeignet. Umso wichtiger ist es, darauf zu achten, woher die Baumwolle stammt und wie sie angebaut wurde. Bio-Baumwolle wird ohne giftige Chemikalien oder gentechnisch verändertes Saatgut hergestellt. Zudem müssen die Arbeitsbedingungen der Bauern in den Anbauländern wie China oder Indien bestimmte Standards erfüllen.

  2. Bio-Wolle

    Wolle hält im Winter warm, ist atmungsaktiv und selbstreinigend. Bio-Wolle stammt von Schafen, die kontrolliert biologisch und unter tierfreundlichen Bedingungen gehalten werden. Das sogenannte Mulesing - das Entfernen von Hautlappen, um Ungezieferbefall zu vermeiden - ist verboten. Die Wolle wird nicht mit gefährlichen Chemikalien behandelt und darf keine schädlichen Rückstände enthalten.

  3. Bio-Leinen

    Leinen ist ein weicher, robuster Stoff, der besonders leicht ist und deshalb gerade im Sommer gerne getragen wird. Der Lein, auch Flachs genannt, ist eine Pflanze, die schon seit Jahrtausenden für die Herstellung von Stoffen verwendet wird. Bio-Leinen stammt aus kontrolliert-biologischem Anbau. Die Bauern verzichten auf Pestizide, Dünger beim Anbau sowie gentechnisch verändertes Saatgut.

  4. Lyocell

    Lyocell, auch als Tencel bekannt, ist ein leichtes, fließendes Material, das an Seide erinnert. Es wird aus dem Holz des asiatischen Eukalyptus gewonnen und ist hautfreundlich und atmungsaktiv. Bei der Herstellung werden keine giftigen Stoffe verwendet und das Material ist biologisch abbaubar.

Eine junge Frau betrachtet sich bei der Anprobe im Spiegel.

Noch mehr Nachhaltigkeit: Wiederverwenden statt neu kaufen

Mit Kleidung aus Bio-Baumwolle, Bio-Wolle, Bio-Leinen oder Lyocell setzt man ein Zeichen für Nachhaltigkeit. Doch auch ein bewussterer Umgang mit der Mode ist wichtig, um Ressourcen zu schonen. Hier setzt die Slow-Fashion-Bewegung an. Sie ist kein Trend, sondern eine Bewegung und bildet das Gegenstück zu Fast Fashion - also dem, was das Gros der Modelabels praktiziert und was viele Konsumenten unterstützen. Anstatt in kurzen Abständen neue, billige Kleidung zu kaufen, geht es darum, hochwertige Hosen, Hemden und Kleider zu erstehen, die mit der richtigen Pflege lange halten und nicht nach einer Saison kaputt sind, ihre Form verlieren oder aus anderen Gründen entsorgt werden müssen. 

Auch das Wiederverwenden von getragener Kleidung schont Ressourcen. Wer in Second-Hand-Läden kauft oder bei einem Kleidertausch mitmacht, spart nicht nur Geld, sondern tut auch der Umwelt etwas Gutes. Das gleiche gilt für das Reparieren von Kleidung. Knöpfe können wieder angenäht, Löcher gestopft werden. Und ist das Lieblingsshirt oder die Lieblingsjeans gar nicht mehr zu retten, kann man sie durch Upcycling zu einem neuen Kleiderstück machen. Inspiration und Anleitungen gibt es im Internet zur Genüge.

Quelle: UD/cp
 

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