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25.04.2019

Textilien

Minimalismus im Schrank, Nachhaltigkeit in der Natur

Um etwas Gutes für die Umwelt zu tun, muss man nicht direkt auf Zero Waste oder den eigenen Anbau aller benötigter Lebensmittel umsteigen. Bereits bei der eigenen Garderobe lässt sich mit wenig Aufwand Rücksicht auf die Umwelt nehmen. Das funktioniert nicht nur über die Qualität, sondern auch über die Quantität. Einer der neuesten Trends hierbei ist die Capsule Wardrobe.

Minimalismus im Schrank, Nachhaltigkeit in der Natur

Minimalismus im Kleiderschrank

Je mehr Kleidung jemand besitzt, desto größer ist zwangsläufig der ökologische Fußabdruck dieser. Denn auch nachhaltig produzierte Kleidungsstücke führen in der Summe zu einem erhöhten Aufkommen an Schadstoffen sowie einem höheren Ressourcenverbrauch. Gleiches gilt für Transportwege in der Logistik et cetera. Wer wirklich nachhaltig Kleidung kaufen möchte, sollte in der Herstellungsart natürlich auf einwandfreie Produktionsbedingungen achten oder am besten Second-Hand kaufen. Doch auch bei der Menge lässt sich problemlos einsparen.

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Der englische Begriff Capsule Wardrobe bedeutet nichts anderes, als dass die eigene Garderobe so optimiert wird, dass am Ende nur eine bestimmte Anzahl an Kleidungsstücken übrigbleibt. Diese sollten einige Bedingungen erfüllen:

  • Sie sollten natürlich Lieblingsteile sein, die sehr gerne angezogen werden.
  • Die Teile sollten untereinander gut kombinierbar sein.
  • Durch die Kombinierbarkeit sollte die Mehrheit der Kleidungsstücke zeitlose Basics sein.
  • Einige extravagante Teile peppen die Basics auf und sorgen für Abwechslung und Individualität.
  • Ein abgestimmtes Farbkonzept erleichtert die Zusammenstellung verschiedener Outfits.
  • Eine hohe Qualität ist ebenfalls von Vorteil, damit man lange Freude daran hat.

Als Richtwert werden 30-40 Teile pro Saison genannt, die im Kleiderschrank bleiben dürfen. Was anfangs nach Herausforderung klingt, lässt sich mit der richtigen Herangehensweise gut bewältigen. Das passt zum aktuellen Minimalismus-Trend – lieber wenige geliebte Kleidungsstücke, als ein Schrank voll „nichts anzuziehen“

Die Capsule Wardrobe zusammenstellen

Beim Erstellen einer Capsule Wardrobe muss zunächst einmal der eigene Kleiderschrank genau überblickt werden. Meist können schon auf den ersten Blick viele Kleidungsstücke aus den Tiefen des Schrankes aussortiert werden.
Alles, was nach dem ersten Aussortieren noch im Schrank ist, sollte hinterfragt werden. Sieht es gut aus? Ist es ein vergangener Modetrend? Trage ich es gerne und steht es mir gut? Und vor allem: habe ich es im letzten Jahr getragen? Alles, was keine Freude bringt, darf gerne in den Second-Hand Laden gebracht oder gespendet werden.

Capsule Wardrobe: Minimalismus im Schrank, Nachhaltigkeit in der Natur

Grundsätzlich sollte bei der Capsule Wardrobe aber nicht nur Stück für Stück gedacht werden. Einige Exoten sind erlaubt, aber grundsätzlich sollte die Garderobe untereinander gut kombinierbar sein und dafür eignen sich einige Grundfarben und einfache Schnitte am besten. So besteht jede Kategorie (zum Beispiel Oberteile, Unterteile, Jacken, Kleider etc.) aus mindestens drei Teilen, diese können noch durch ein oder zwei weitere Teile aufgestockt werden. 

Wer es sich für den Anfang etwas einfacher machen will, sollte bei den Basics bleiben. Dieses Prinzip von 30-40 Teilen pro Saison sorgt auch für einen aufgeräumten und kleinen Schrank. Zum Wechsel der Saison kann dann ganz einfach getauscht werden, bis dahin verschwindet die Kleidung elegant auf dem Speicher, im Keller oder unter dem Bett.

Die Methode in den Alltag integrieren

Die Kunst liegt darin, die Kleidungsstücke perfekt zusammenzustellen. Lieber zweimal planen und genau überlegen, ob die ausgewählte Kleidung auch wirklich alle Ansprüche erfüllt, bevor die Kleidersäcke mit den aussortierten Teilen aus der Wohnung verschwinden. Bedacht werden sollten auch unterschiedliche Anlässe, wie Freizeit, Job, Ausgehen, Familienfeiern et cetera. Eine gute Capsule Wardrobe ist trotz beschränkter Auswahl gut ausgestattet und dank Accessoires für jede Gelegenheit gewappnet.

Gleichzeitig bedeutet eine Capsule Wardrobe aber auch kein absolutes Kaufverbot. Wer sich erst einmal eingehend mit seiner Kleidung beschäftigt und diese auf einige Lieblingsstücke pro Saison eingeschränkt hat, der wird schnell herausfinden, was noch fehlt und was gegebenenfalls noch aussortiert werden kann. Wünsche können gezielt formuliert und gekauft werden. Das ist besser anstatt ziellos die neuesten Modetrends zu verfolgen und hinterher keine passenden Kombinationsmöglichkeiten zu haben. Das spart nicht nur Zeit und Geld beim Einkaufen, sondern bedeutet bewussten, verantwortungsvollen Konsum statt Fast-Fashion Shoppingeskalationen. Natürlich sollten hier dann verantwortungsvolle Labels, Second-Hand Geschäfte sowie Flohmärkte im Fokus stehen. 

Capsule Wardrobe: Minimalismus im Schrank, Nachhaltigkeit in der Natur

Auch im Alltag erweist sich die Capsule Wardrobe übrigens als nützlich, denn sie liefert jeden Morgen eine kleine Entscheidungshilfe, vorsortiert ist der Schrank ja bereits. So sieht ein solcher Kleiderschrank außerdem nicht nur viel sortierter aus, sondern macht sich auch im Alltag positiv bemerkbar. Eine kleine Auswahl kleidsamer Stücke sorgt schließlich jeden Tag und zu jedem Anlass für die passende Garderobe.

Vorteile auf einen Blick

Zusammengefasst hat eine Capsule Wardrobe folgende Vorteile:

  • Nachhaltigkeit – weniger Konsum führt zu weniger Ressourcenverbrauch
  • Besserer Überblick über den Inhalt des eigenen Kleiderschrankes
  • Kein stundenlanges Überlegen von Kombinationsmöglichkeiten
  • Weniger benötigter Platz
Quelle: UD/cp
 

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