12.12.2018

17.10.2018

Leben & Wohnen

Umweltbewusst Wäsche waschen

Dass Wäsche waschen nicht besonders umweltfreundlich ist, ist kein Geheimnis - schließlich wird dabei jede Menge Strom und Wasser verbraucht. Viele Waschmittel belasten die Umwelt noch zusätzlich. Immerhin kann man sein Waschverhalten mithilfe einiger Tipps so gestalten, dass die Umwelt weniger Schaden nimmt.

Umweltbewusst Wäsche waschen

Oft wird empfohlen, Kleidung bei 40 Grad zu reinigen - stark verschmutzte Wäsche sogar bei 60 Grad oder mehr. Doch diese Regelung ist veraltet. Heutzutage sind die meisten Waschmittel so gut, dass eine 30 Grad-Wäsche völlig ausreicht. Das spart Energie und schont den Geldbeutel: Dem Bayerischen Rundfunk berichtet die Verbraucherzentrale Hamburg, dass Verbraucher bis zu 40 Prozent Strom sparen, wenn sie ihre Wäsche bei 30 Grad statt 40 Grad waschen.

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Bei bestimmten Materialien gibt es natürlich Ausnahmen. So sollten zum Beispiel Flanellhemden, die viele Anbieter für Herrenmode derzeit wieder im Sortiment haben, bei 40 Grad mit Weichspüler gewaschen werden, damit sie auch nach mehrmaliger Reinigung noch aussehen wie neu. Waschlappen, Putztextilien, Hand- und Geschirrtücher kommen bei 60 Grad in die Waschmaschine, damit alle Keime und aggressive Putzmittelrückstände komplett beseitigt werden. Kleidung aus natürlichen und hochwertigen Fasern wie Kaschmir, Seide oder Wolle lässt sich besonders umweltschonend reinigen, da sie in der Regel bei 20 Grad oder sogar nur mit der Hand gewaschen werden sollten.

Das richtige Waschmittel wählen

Neben dem hohen Strom- und Wasserverbrauch belasten vor allem Waschmittel die Umwelt, da die enthaltenen Tenside auf Erdölbasis, optische Aufheller und Duftstoffe ins Abwasser gelangen. Mittlerweile greifen viele Verbraucher auf Flüssigwaschmittel zurück. Dabei sind diese nicht nur teurer, sondern auch umweltschädlicher. Denn flüssiges Waschgel ist anders zusammengesetzt als Pulver: Um die Wäsche genauso sauber zu bekommen wie mit Waschpulver, benötigt man eine größere Menge Flüssigwaschmittel. Des Weiteren enthält Waschgel mehr Tenside als Waschpulver und ist auch unter diesem Aspekt umweltschädlicher.

Keinen Weichspüler verwenden

Auf Weichspüler sollte unbedingt verzichtet werden. Denn dieser sorgt nicht dafür, dass die Kleidung gereinigt wird, sondern dient einzig und allein dazu, die Wäsche weich zu machen. Dabei gelangen die schwer abbaubaren Duftstoffe und Tenside ins Abwasser. So belastet Weichspüler stark die Umwelt – und mitunter sogar unsere Gesundheit: Die enthaltenen synthetischen Stoffe können zum Beispiel Allergien begünstigen.

Ein Verzicht auf Weichspüler bedeutet aber nicht, dass herrlich weiche Handtücher und Bettwäsche fortan passé sind. So hilft schon ein Schuss Essig im Weichspülerfach, Kalk aus den Fasern zu lösen und somit für weiche Wäsche zu sorgen. Keine Angst: Der Essiggeruch verfliegt innerhalb weniger Minuten.

Waschmittel selber machen

Heutzutage gibt es glücklicherweise schon eine breite Auswahl an Waschmitteln, die aus pflanzlichen und mineralischen Rohstoffen bestehen und fast komplett biologisch abbaubar sind. Umweltportale geben einen Überblick über die verschiedenen Produkte und Hersteller.

Eine weitere Möglichkeit ist es, Waschmittel einfach selbst herzustellen. Hierfür sammelt man im Herbst einfach fünf bis acht Kastanien, macht diese sauber und trocknet sie. Anschließend werden sie geviertelt, in ein Glas mit circa 300 Millilitern Wasser gegeben und acht Stunden stehen gelassen. Die in Rosskastanien enthaltenen Saponine weisen in Wasser gelöst seifenartige Eigenschaften auf. Das natürliche Seifenwasser wird nach der Ziehzeit durch ein Sieb in das Waschmittelfach gegossen - und schon kann die Maschine angestellt werden. Vorsicht: Das DIY-Waschmittel hält sich nicht lange und sollte aus diesem Grund nicht in großen Mengen vorproduziert werden.

Quelle: UD/pm
 

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