10.12.2018

06.12.2018

Leben & Wohnen

Elf Tipps für nachhaltiges Schenken zu Weihnachten

Spielzeug, Kosmetik, Schmuck, Unterhaltungselektronik, Bücher, Kleidung, Gutscheine – dieses Jahr wird jeder Deutsche geschätzt rund 427 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Dabei hinterlässt jedes Produkt nicht nur ein Lächeln auf dem Gesicht des Beschenkten, sondern auch einen ökologischen Fußabdruck. Grund genug, auch beim Schenken die Nachhaltigkeit im Blick zu haben.

Elf Tipps für nachhaltiges Schenken zu Weihnachten

Nachhaltig schenken beginnt schon bei der Auswahl des Geschenks. „Es geht beim Kauf nicht nur darum, was dem Anderen gefällt, sondern auch darum, was gut für das Ganze ist“, sagt Leena Volland, Bloggerin bei nachhaltig-sein.info und Autorin des Ratgebers Dein Weg zur Nachhaltigkeit. 350 praktische Tipps für den Alltag. „Ich frage mich: Wie umwelt- und sozialverträglich ist das Geschenk? Das bedeutet, über den Tellerrand hinaus zu schauen statt einfach zu kaufen.“

Entlang des Lebenszyklus der Produkte werden bei Herstellung, Lagerung, Transport, Nutzung und Entsorgung Ressourcen verbraucht, Emissionen ausgestoßen und Müll produziert. Unzählige Menschen sind beteiligt, um Produkte überhaupt erst möglich zu machen – in den Billiglohnländern oft zu einem hohen Preis für Arbeiter und Umwelt. „Ganz deutlich gesprochen ist das nachhaltigste Geschenk das, das gar nicht erst gekauft wird“, sagt Leena Volland. „Trotzdem wollen viele ihren Liebsten natürlich etwas schenken.“ Wer als Käufer verantwortungsvoller handeln will, dem können die folgenden Tipps bei der Umsetzung helfen.

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Elf Tipps für nachhaltiges Schenken

  • Nachfragen, was sich der andere wünscht: Ein Wunschzettel verhindert Enttäuschungen, Umtausch und ggf. sogar Müll
  • Billigprodukte vermeiden: Wer billig kauft, kauft zweimal – und verschwendet wertvolle Ressourcen, die für ein Produkt verbraucht wurden, das bald im Müll landet. Besser ist, weniger zu schenken, aber dafür qualitativ hochwertige Produkte
  • Sich über das Produkt schlau machen: Im Internet gibt es viele Infos über die Nachhaltigkeit von Produkten und Marken – auch von unabhängigen Organisationen. Siegel und Labels dienen der Orientierung, auch für Alternativprodukte
  • Vor Ort einkaufen statt im Internet: Das unterstützt den lokalen Einzelhandel, spart Verpackungsmüll und Emissionen für Rücksendungen, denn man kann das Produkt anfassen, ansehen und sich beraten lassen
  • Spielzeug aus Plastik und mit Batterien vermeiden: PVC (Polyvinylchlorid) und Spielzeug mit Batterien schaden der Umwelt bzw. enthalten selbst Schadstoffe. Eine Alternative ist z.B. Holzspielzeug mit FSC- oder PEFC-Label. Beide Siegel stehen für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, die zum langfristigen Erhalt der Wälder beiträgt
  • Gebraucht statt neu: So schenkt man dem Produkt ein längeres Leben und spart Ressourcen und Geld. Das lohnt sich auch für Tablets, Smartphones und Notebooks, die bei der Herstellung oft wenig nachhaltig sind
  • Nützliches Schenken statt Zeug, das nur herumsteht: einen Fresskorb mit regionalen Produkten, eine Instrumenten-Schnupperstunde oder einen Hobby-Kurs, z.B. Fotografieren, Schreinern oder Pflanzenkunde
  • Selbstgemachtes schenken: einen selbstgehäkelten Schal, selbstgemachte Marmelade, ein Bild, ein Mobile für Kinder oder einen Adventskalender. Das Internet hält unzählige DIY-Bastelanleitungen bereit. Unter dem Stichwort „Upcycling“ können auch alte Dinge wieder zu Neuem verarbeitet werden
  • Sich selbst einbringen: Es gibt viele Arbeiten, bei denen man Mitmenschen unterstützen kann und die sich prima verschenken lassen, z.B. das Fahrrad zu reparieren, bei der Gartenarbeit helfen, beim Ausmisten oder beim Babysitten
  • Eine Spende schenken: Was schenkt man denen, die schon alles haben? Mit Spenden oder Patenschaften unterstützt man sinnvolle Projekte wie Naturefund, das Bergwaldprojekt, Oxfam Unverpackt oder den heimischen Tierschutz
  • Zeit statt Zeug: Gemeinsam Zeit verbringen beim Ausflug, beim Essen oder beim Konzert-Besuch – dafür braucht es keine Fabriken in China, keine langen Transportwege, keinen Verpackungsmüll und keinen Umtausch
Quelle: UD/pm
 

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