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KfW unterstützt Entwicklungsländer mit neuen Lösungsansätzen

Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank und die KfW-Tochter DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH unterstützen im Auftrag der Bundesregierung die Entwicklungs- und Schwellenländer verstärkt beim Einsatz innovativer Technologien. Innovationen und Technologie spielen heute mehr denn je eine Schlüsselrolle, um globalen Herausforderungen wie Armut, Klimawandel und Ressourcenknappheit zu begegnen. Insgesamt sagten die beiden Finanzierungsinstitute 2012 für Vorhaben auf der ganzen Welt rund 6,2 Mrd. EUR zu - etwa 0,5 Mrd. EUR mehr als im Vorjahr.

23.05.2013

Zentrale der KfW Bankengruppe in Frankfurt, Foto: KfW Bankengruppe
Zentrale der KfW Bankengruppe in Frankfurt, Foto: KfW Bankengruppe

Dieses Ergebnis stellten Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW, und Bruno Wenn, Sprecher der Geschäftsführung der DEG,anlässlich der Präsentation des Jahresberichts 2012 über die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern mit dem Titel „Innovation wirkt - Technologie für Entwicklung“ in Frankfurt am Main vor. Im Bericht wird exemplarisch dargestellt, wie die KfW ihre Partnerländer dabei unterstützt, die tiefgreifenden Veränderungen des 21. Jahrhunderts mittels Innovationsgeist und technischem Fortschritt zu meistern.

„Ohne den Einsatz von Innovation und Technik ist heute eine nachhaltige Entwicklung nicht mehr möglich“, sagte Dr. Kloppenburg. Technologische Lösungen spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, die Grundbedürfnisse der Menschen zu befriedigen, Beschäftigung zu schaffen und das Klima zu schützen.

Zusagen für Projekte, die Innovationen und sogar Technologiesprünge ermöglichen, wurden 2012 in einer Vielzahl von Sektoren und Ländern gemacht. Beispielsweise hat die KfW mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zusammen mit anderen Gebern ein 10.000 Kilometer langes Glasfaserkabel in Höhe von 70,7 Mio. USD mitfinanziert, das 27 Staaten Afrikas ein schnelleres Internet verschafft. Außerdem hat sie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) Produktentwicklungspartnerschaften mit 20 Mio. EUR für die Forschung und Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen gegen bisher vernachlässigte Krankheiten (z.B. Schlafkrankheit) unterstützt. Die DEG hat im Senegal ein Biomassekraftwerk der Stadtwerke Mainz unterstützt, das aus Erdnussschalen und Hirsestängeln Strom für mehr als 1.200 Menschen erzeugt.

DEG-Geschäftsführer Wenn: „Innovationen und moderne Technologien schaffen für die Menschen vor Ort eine wirtschaftlich und sozial nachhaltige Zukunftsperspektive. Zugleich können sie helfen, die Produktivität von Unternehmen zu steigern und ihnen Zugang zu neuen Märkten verschaffen.“

„Wir brauchen eine technologische Revolution, um den Übergang zu einer `Green Economy` mit geringerem Ressourcenverbrauch und weniger Emissionen zu schaffen. Entwicklungs- und Schwellenländer verfügen oft über hohe und kostengünstige Potenziale für Energieeffizienz und erneuerbare Energieträger wie Wind, Wasser, Biomasse, Sonne und Erdwärme. Wir wählen neue Lösungsansätze, um dieses Potential mittels moderner Technologie auszuschöpfen“, sagte Dr. Kloppenburg.

DEG-Geschäftsführer Wenn erläuterte die Rolle der Privatwirtschaft bei der Einführung moderner Technologien: „Kreative und risikobereite Unternehmen aus Entwicklungs- und Schwellenländern spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze zu schaffen. Die DEG finanziert diese innovativen Unternehmen und engagiert sich gemeinsam mit ihnen für technologischen Fortschritt.“

Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank hat sein Zusagevolumen erneut gesteigert und 2012 rund 4,9 Mrd. EUR weltweit für Entwicklungsprogramme vergeben (2011: 4,5 Mrd. EUR). Neben Haushaltsmitteln, die vor allem aus dem BMZ stammen, setzte die KfW erneut verstärkt Eigenmittel in Höhe von 3,1 Mrd. EUR für die Förderung ein. Die Entwicklungsbank unterstützte damit die Bundesregierung in erheblichem Maße dabei, ihren internationalen Verpflichtungen zur Entwicklungsfinanzierung nachzukommen. 57% aller Zusagen (2,8 Mrd. EUR) wurden für den Umwelt- und Klimaschutz vergeben.

Von den Neuzusagen der KfW Entwicklungsbank gingen 1,6 Mrd. EUR an Projekte und Programme in Asien/Ozeanien. 1,1 Mrd. EUR flossen in die Region Europa/Kaukasus, 870 Mio. EUR nach Subsahara-Afrika. Für Nordafrika/Naher Osten wurden rund 686 Mio. EUR zugesagt, für Lateinamerika 396 Mio. EUR.

Mit diesen Zusagen sind tiefgreifende entwicklungspolitische Wirkungen verbunden: Im Klima und Umweltbereich werden in den kommenden Jahren rund 16 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen pro Jahr eingespart. Rund 40 Millionen Menschen profitieren von einer verbesserten Wasser- und Sanitärversorgung. Durch die Bildungsvorhaben werden rund 4,1 Millionen vor allem junge Menschen erreicht.

Auch die DEG baute ihr Neugeschäft im 50. Jahr ihres Bestehens aus und sagte 2012 rund 1,3 Mrd. EUR für die Finanzierung privater Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern zu (2011: 1,2 Mrd. EUR), davon 578 Mio. EUR für klimafreundliche Investitionen.

Mit knapp 497 Mio. EUR ging der größte Teil der DEG-Zusagen an Vorhaben in Lateinamerika, Asien folgte mit 388 Mio. EUR. Der Großteil der Mittel für Afrika, 204 Mio. EUR, ging an Vorhaben in Subsahara-Afrika, für Nordafrika waren 31 Mio. EUR bestimmt. Die Region Europa/Kaukasus erhielt insgesamt 205 Mio. EUR.

Quelle: UD / cp
 

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