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30.01.2019

Finanzen

Nachhaltiges Banking - so funktioniert's

Nachhaltig leben ist nicht schwer: Öfter das Fahrrad statt das Auto nehmen und ökologisch erzeugte Lebensmittel kaufen sind nur zwei der vielen einfach umzusetzenden Maßnahmen. Selbst beim Thema Finanzen und Geldanlagen können Verbraucher auf Nachhaltigkeit achten. Was muss man wissen?

Nachhaltiges Banking - so funktioniert's

Wie spare ich am besten? Wie kann ich am besten Geld anlegen? Antworten auf diese Fragen finden Verbraucher recht schnell. Wer auf der Suche nach einer neuen Bank oder Möglichkeit der Geldanlage ist, sollte aber nicht allein recherchieren, wie viel er sparen kann bzw. wie hoch die Renditen ausfallen, sondern auch schauen, wie ökologisch eine Bank ist. Fakt ist: Immer mehr Finanzinstitute setzen auf Nachhaltigkeit. Das bedeutet, dass sie Investitionen in kontroverse und potenziell umweltschädliche Branchen und Firmen ausschließen und gezielt soziale und ökologische Projekte fördern.

Was viele Verbraucher nämlich nicht wissen: Banken investieren das Geld ihrer Kunden in diverse Branchen. Dabei fließt es viel zu oft es etwa in die Rüstungsindustrie oder in Firmen, die zum Beispiel auf fossile Energieträger setzen, Tierversuche durchführen oder bei denen gar Kinderarbeit an der Tagesordnung ist. Einige Geldinstitute allerdings haben Ausschlusskriterien und sorgen dafür, dass das Geld ihrer Privatanleger nicht in solche Unternehmen investiert wird. Stattdessen finanziert man zukunftsweisende Projekte, erneuerbare Energien oder die Bio-Landwirtschaft. Verbraucher können also bereits mit der Wahl ihrer Bank ein ökologisches Statement abgeben.

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Wie erkennt man eine nachhaltige Bank?

Aktuell finden Verbraucher 14 Banken, die nachhaltig agieren, viele davon haben einen kirchlichen Hintergrund. Wer sich eine Bank heraussucht, sollte die genauen Richtlinien ansehen, denn jedes Institut interpretiert Begriffe wie nachhaltig oder sozial anders. Auch bei Instituten, die für ihre ökologischen Kriterien bekannt sind, lohnt sich ein Blick in die genauen Vorgaben. Die nachhaltige Evenord-Bank eG-KG beispielsweise grenzt bei Eigenanlagen und Kreditvergaben die Investition in fossile Brennstoffe aus, die Pax Bank eG hingegen lässt Gelder auch in diese Branche fließen. Dafür schließt die Pax Investitionen in das Glücksspiel aus, das wiederum von der Evenord-Bank mitfinanziert wird. Die GLS Gemeinschaftsbank eG wiederum unterstützt keine der beiden Gebiete. Wer sich für ein ökologisches Finanzinstitut entscheiden möchte, sollte sich also vorab über die Details der Ausschlusskriterien erkundigen. Ein praktischer Anlaufpunkt ist das Projekt "Geld bewegt" von der Verbraucherzentrale Bremen. Hier wird unter anderem aufgezeigt, welche Banken und Finanzprodukte welche ethisch-ökologischen Richtlinien verfolgen.

Worauf ist zu achten?
Verbraucher sollten bei der Geldanlage trotz Nachhaltigkeit stets auf die drei Säulen achten:

  • Renditepotenzial
  • Verfügbarkeit
  • Sicherheit


Die meisten ökologischen Banken bieten marktübliche Konditionen in Bezug auf die Rentabilität. Unterschiede gibt es jedoch beim Zugang zum Geld. Interessierte sollten vor dem Wechsel zu einer Bank prüfen, wie umfassend die Bargeldversorgung ist: Gibt es ein umfangreiches Netz an Filialen bzw. Geldautomaten? Wie hoch sind etwaige Abhebegebühren? Zudem sollten Verbraucher checken, wie sicher die Geldeinlagen sind: Greift zum Beispiel die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro? Und welche zusätzlichen Sicherungssysteme bietet die Bank, damit Kunden im Falle einer Firmenpleite ihr Geld zurückerhalten?

Quelle: UD/cp
 

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