20.03.2019

07.03.2019

Finanzen

Nachhaltig versichert

Gemäß des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft besitzt jeder Deutsche im Schnitt sechs Versicherungen – Tendenz steigend. Wohl die meisten achten beim Abschluss ihrer Versicherungen vorrangig auf die Beitragshöhe und die enthaltenen Leistungen. Doch auch auf einen weiteren Aspekt lohnt es sich zu achten: die ökologische und soziale Nachhaltigkeit der Versicherungen.

Nachhaltig versichert

Nicht nur Endverbraucher können durch bewussten Konsum – also zum Beispiel beim Kauf von Lebensmitteln und Kleidung oder der Wahl von Fortbewegungsmitteln – Rücksicht auf die Umwelt nehmen:  Auch Unternehmen können mit ihrem Kapital eine nachhaltige Entwicklung fördern. Ebenso wie Finanzinstitute gehören Versicherungen zu den Unternehmen, die über besonders viel Kapital verfügen. Sie entscheiden selbst, wie sie dieses investieren. Während einige Anbieter beispielsweise in die Rüstungsindustrie oder die stark umstrittenen Kohlekraftwerke investieren, fördern andere soziale Projekte oder unterstützen durch die Investition in Solaranlagen einen schnellen Kohleausstieg . Wer sein Leben nachhaltiger gestalten möchte, sollte dies bei der Wahl seines Versicherungsanbieters berücksichtigen.

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Sozial-ökologische Arbeitsweisen, nachhaltige Investitionen

Abgesehen von Investitionen in erneuerbare Energien oder andere ökologische und soziale Projekte zeichnen sich „grüne“ Versicherungen auch dadurch aus, dass sie im eigenen Unternehmen auf Nachhaltigkeit achten. Das heißt unter anderem, dass der faire Umgang mit allen Mitarbeitern unabhängig von Herkunft oder Geschlecht ein selbstverständlicher Teil der Unternehmenskultur ist, dass auf die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie geachtet wird und dass Arbeitsprozesse umweltfreundlich gestaltet werden.

Ein Beispiel für Finanzinstitute beziehungsweise Versicherer, die sich für das Gemeinwohl engagieren, sind die Sparkassen. Sie befinden sich in der Regel in kommunaler Trägerschaft und sind gesetzlich zur Gemeinnützigkeit verpflichtet. Mit dem Kapital, über das die jeweilige Sparkasse beziehungsweise Sparkassen-Versicherung verfügt, werden vor allem regionale Projekte aus den Bereichen Gesellschaft, Umwelt, Kultur und Sport gefördert. Wer also beispielsweise bei der Naspa eine Hausratversicherung abschließt, unterstützt deren gesellschaftliches Engagement.

Einige Versicherungen drehen den Spieß sozusagen um und unterbreiten ihren Kunden attraktivere Angebote, wenn sie nachhaltiger leben und konsumieren. So gibt es derzeit bereits einige derartige Pilotprojekte im Bereich von Hausratversicherungen: Geht ein Elektrogerät kaputt, erhält der Versicherungsnehmer von seinem Versicherer einen Zuschlag von bis zu 20 Prozent, wenn er ein umweltfreundliches Ersatzgerät kauft. Inzwischen gibt es sogar Versicherungen, die umweltfreundliches Handeln ihrer Kunden bei der Preiskalkulation berücksichtigen. Wer zum Beispiel vegan lebt, Fahrrad fährt oder einen Wagen mit niedrigem Spritverbrauch besitzt, kann bei solchen Konzepten weniger zahlen als beispielsweise Sportwagenbesitzer.

Wer sich für einen Versicherungspartner entscheidet, der nachhaltige Projekte fördert, leistet also auf diesem Weg einen Beitrag dazu, die Welt ein Stückchen grüner zu machen.

Quelle: UD/cp
 

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