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09.12.2018

Finanzen

Grün investieren: So gelingt die nachhaltige Anlage

Egal ob Investmentfonds oder Tagesgeldkonto - wer will, dass das Geld ökologisch nachhaltig angelegt wird, dem werden mehrere Möglichkeiten zur Verfügung gestellt. Doch wie weiß man als Anleger überhaupt, ob das Produkt auch wirklich nachhaltig ist? Schlussendlich ist Papier geduldig.

Grün investieren: So gelingt die nachhaltige Anlage

Auf der Suche nach dem passenden Fonds

Wer sicher sein will, dass es sich um eine nachhaltige Anlage handelt, sollte sich die ESG-Kriterien ansehen. Die drei Buchstaben stehen für „E“cological (= ökologisch), „S“ocial (= sozial) und „G“overnance (= gute Unternehmensführung). In Deutschland stehen um die 400 Nachhaltigkeitsfonds zur Verfügung. Morningstar oder auch Oekom Research, das sind zwei Rating-Agenturen, informieren den Anleger auch darüber, wie nachhaltig diese Fonds wirklich sind. Weil es gibt sehr wohl den Haken, dass grün nicht automatisch grün sein muss.

Geht es um grüne wie nachhaltige Investments, so gibt es natürlich auch unterschiedliche Meinungen. Was nämlich für Anleger A in Ordnung ist, mag für Anleger B schon ein Ausschlussgrund sein. Hält man sich an die harten Fakten, so sollte man sich an die Untersuchungsergebnisse von Stiftung Warentest halten, die im Jahr 2017gemeinsam mit der Verbraucherzentrale durchgeführt wurden:

Von 46 Renten- wie Investitionsfonds haben 39 angegeben, die Öl- wie auch Kohleindustrie nicht zur Gänze auszuschließen - nur ein Aktienfonds hat angegeben, Industrien wie Gentechnik, Waffen oder Atomenergie konsequent zu vermeiden. Möchte man sein Geld in Fonds stecken, so sollte man aber nicht nur auf die Nachhaltigkeit achten - es geht auch um mögliche Gebühren und auch um die Frage, welche Leistungen vom Broker angeboten werden, bei dem das Depot eröffnet werden soll. Im Internet gibt es immer wieder Testurteile wie auch Erfahrungsberichte - eine gute Erfahrung beim Aktienkauf ist wichtig, sodass etwaige Vorkehrungen, wie Vergleiche, nicht ignoriert werden sollten.

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Gibt es Kredite für Massentierhalter oder AKW-Betreiber?

Möchte man sein Geld auf einem Tagesgeldkonto parken, so wird dieses Angebot von fast allen Banken zur Verfügung gestellt - zu beachten ist hier allerdings, dass das Tagesgeldkonto nur online zur Verfügung steht. Kann auch hier nachhaltig investiert werden? Ja. Man muss sich einfach für eine Bank entscheiden, die keine Kredite an Firmen vergeben, die umweltfeindliche wie auch ethisch fragwürdige Praktiken verfolgen.

Derzeit gibt es in Deutschland, so die Umfrageergebnisse von Finanztest, rund 10 Banken, die keine Kredite an Waffenhersteller, Massentierhalter wie auch an AKW-Betreiber vergeben. Tipp: Bietet die Bank ein Festgeldkonto an, sollte man sich selbst die Frage stellen, ob man eine bestimmte Zeit auf die Summe, die am Konto verwahrt werden soll, verzichten kann - wer sich nämlich für eine längere Laufzeit entscheidet, der darf sich über etwas höhere Zinsen freuen. Der Nachteil? Das Geld steht erst nach dem gewählten Laufzeitende zur Verfügung.

Wie empfehlenswert sind ETFs?

Bei Exchange Traded Funds (kurz: ETFs) handelt es sich um Fonds, die nicht von aktiven Managern verwaltet werden. Hier wird stattdessen in Unternehmen investiert, die in einem bestimmten Index, das kann etwa der Dow Jones oder auch der DAX sein, gehandelt werden. Der Vorteil ist, dass man in ETFs auch über einen Fondssparplan investieren kann. Aufgrund der Tatsache, dass sich in Indizes Großkonzerne aus den unterschiedlichsten Branchen befinden, ist es um die Nachhaltig nicht besonders gut bestellt. Auch wenn es schon kleinere Indizes gibt, die sehr wohl die ethisch-ökologischen Kriterien berücksichtigen, so wird man bei ETFs kein garantiert grünes Investment finden können.

Auf das FNG-Siegel achten

Wer eine nachhaltige Bank gefunden hat, die ein Tages- oder Festgeldkonto anbietet, man jedoch nicht mit den angebotenen Zinssätzen zufrieden ist, der sollte sich mit dem Kapitalmarkt befassen. Ideal für Anfänger: Investmentfonds. Ein Fonds sammelt immer das Geld mehrerer Anleger und investiert das Kapital in weiterer Folge nach einer bestimmten Strategie. Interessant sind auch Fondssparpläne - so kann man schon mit 50 Euro/Monat sparen. Derzeit gibt es um die 40 Fonds, die das junge, aber recht weitläufige Siegel des „Forums Nachhaltige Geldanlage“ (kurz: FNG) besitzen. Das heißt, diese Fonds schließen Kernkraft und Waffen aus ihren Depots aus. Zudem werden auch die vier Bereiche des „Globalen Pakts“ zwischen den Vereinten Nationen wie Unternehmen berücksichtigt. Dazu gehören unter anderem der Umweltschutz, die Bekämpfung von Korruption und auch die Menschen- wie Arbeitsrechte.

Können Versicherungen noch empfohlen werden?

Natürlich sind Versicherungen extrem wichtig - das heißt aber noch lange nicht, dass man sie zum Sparen abschließen sollte. Die aktuellen Angebote, ganz egal ob Renten- oder Lebensversicherung, sind unflexibel und zudem auch recht teuer. Hat man dennoch eine Lebens- oder Rentenversicherung, so kann nur gehofft werden, dass die Beiträge erhalten bleiben - folgt man nämlich Prognosen diverser Experten, so ist das nämlich nicht mehr selbstverständlich. Fakt ist: Versicherungen sind keine Sparanlage - das heißt, hier braucht man auch keinen Blick auf die Nachhaltig zu werfen, weil derartige Produkte nicht (mehr) empfohlen werden können.

 

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