29.03.2020
Diese Webseite verwendet Session-Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung dieser zu. Über den Button können Sie diesen Hinweis schließen.
Erklärung zum Datenschutz

15.04.2016

Finanzen

Münzen als Geldanlage - ein nachhaltiges Investment?

Mit verzinslichen Anlagen lassen sich kaum noch nennenswerte Erträge erzielen. Daher sind alternative Investments gefragt, die bessere Renditen und mehr Wertsteigerung im Zeitablauf erwarten lassen. Ein Fokus liegt dabei auf Sachwerten. Dazu gehören Immobilien ebenso wie Edelmetalle, Kunstobjekte oder wertvolle Antiquitäten. Auch Münzen lassen sich hier einordnen. Sie sind ein beliebtes Sachwerte-Investment - gerade für Anleger mit geringerem finanziellem Potential. Was ist dran an der Geldanlage in Münzen? Lässt sich damit ein nachhaltiger Anlageerfolg erzielen?

Anlagemünzen und Sammlermünzen

Die Antwort fällt differenziert aus. Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen Anlagemünzen und Sammlermünzen:

Anlagemünzen werden in großen Stückzahlen geprägt und weisen einen hohen Edelmetall-Feingehalt auf. Sie tragen oft einen - unter dem reinen Edelmetall-Wert - liegenden Nennwert und sind oder waren als gesetzliches Zahlungsmittel zugelassen. Es gibt solche Anlagemünzen aus Gold, Silber, Platin oder Palladium. Bekannte Beispiele sind der Krugerrand, der American Gold Eagle, die Goldmark oder die Wiener Philharmoniker-Münze. Der Wert der Anlagemünzen orientiert sich maßgeblich an dem zugrundeliegenden Edelmetall. Letztlich stellt eine Anlage-Goldmünze nichts anderes dar als einen besonders gestalteten Goldbarren in Miniaturformat.

Anzeige

Sammlermünzen werden primär aufgelegt, um Bedürfnisse von Hobby-Numismatikern zu erfüllen. Auch diese Münzen enthalten oft Edelmetalle, der Feingehalt ist aber vielfach geringer als bei reinen Anlagemünzen. Manche Sammlermünzen besitzen Nennwert-Angaben, andere nicht. Für den Wert spielen Gestaltung, Auflagehöhe, Besonderheiten der Prägung und das jeweilige Verhältnis von Angebot und Nachfrage eine wesentlich größere Rolle als bei Anlagemünzen. Neben echten Raritäten gibt es viele Sammlermünzen, bei denen keine nachhaltige Wertsteigerung zu erwarten ist.

Wertsteigerungen nicht garantiert

Wer also Münzen mehr unter Anlage-Gesichtspunkten als aus Sammelleidenschaft erwerben möchte, sollte sich bevorzugt an die Anlagemünzen halten. Investments in Sammlermünzen setzen zumindest eine sorgfältige Auswahl und eine intensive Beschäftigung mit dem jeweiligen Markt voraus. Anlagemünzen sind dabei ähnlich zu beurteilen wie Anlagen in das betreffende Edelmetall. Gold, Silber und andere Edelmetalle gelten zwar als inflationsgeschütztes Investment und sind in Krisenzeiten besonders gefragt. Die Preise hängen aber von vielen Faktoren ab und sind auch spekulativ geprägt. Der Anlageerfolg ergibt sich alleine aus - keineswegs sicheren - Wertsteigerungen, da keine laufenden Erträge anfallen. Wer eine nachhaltige Anlagestrategie betreibt, für den können Münzen daher nur eine Komponente in einem breit gestreuten Anlageportfolio sein.

Ökologische und soziale Bedenken

Nachhaltigkeit lässt sich bei Münzen aber auch noch anders betrachten - zum Beispiel bei Goldmünzen. 87 Prozent des Goldabbaus findet heute industriell statt, 13 Prozent in Kleinbetrieben mit mehr als 20 Millionen Kleinschürfern - oft unter problematischen Bedingungen und mittels Einsatz hochgiftiger Substanzen. Riesige Abraumhalden beim Goldbergbau zerstören Landschaften. Wer ökologische und sozial-ethische Standards bei der Geldanlage anwendet, wird daher das Münzinvestment eher kritisch sehen.

Mehr zu alternativen Investments erfahren Sie hier.

Quelle: UD/cp
 

Related Posts

0 Kommentare

Ihr Beitrag

Antwort auf:  Direkt auf das Thema antworten

Netiquette

Unsere Verantwortung/Mitgliedschaften

Logo
Serverlabel
The Global Compact
Englisch
Gold Community
Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik
Caring for Climate

© macondo publishing GmbH
Alle Rechte vorbehalten.

 
Lasche