20.06.2019
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19.03.2019

Klimawandel

Managervergütung hängt am Umgang mit dem Klimawandel

Ein Bericht der CDP zeigt, dass 47 Prozent der Unternehmen das Management von Klimathemen belohnen, und ein Viertel die finanziellen Anreize an die Erfüllung bestimmter Ziele festmachen. 80 Prozent der Unternehmen sehen Geschäftsrisiken in der Anpassung an den Klimawandel, doch mehr als die Hälfte haben immer noch kein gesamtheitliches Emissionsminderungsziel.

Managervergütung hängt am Umgang mit dem Klimawandel

Die gemeinnützige Plattform für Umweltoffenlegungen Carbon Disclosure Project (CDP) hat im Rahmen der Veröffentlichung des Europaberichts Higher Ambition, Higher Expectations die jährlichen Awards für Unternehmen und Investmentfonds vergeben, deren Leistungen bei umweltlicher Nachhaltigkeit anerkannt werden sollen.

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Der Bericht hat die Umweltoffenlegungen von 859 Unternehmen analysiert und zeigt, dass 75 Prozent der Unternehmen inzwischen glauben, dass sogenannte „Transition“-Risiken, wie zum Beispiel neue Klimagesetze, ihre Geschäfte deutlich beeinflussen werden.

Um diese Risiken anzugehen, bieten bis zu 47 Prozent der Unternehmen ihren C-Suite Führungskräften oder Vorständen finanzielle Anreize, und ein Viertel aller Unternehmen schaffen finanzielle Anreize für das Einhalten bestimmter Ziele.

Die Studie zeigt auch, dass bis 2020 77 Prozent der Unternehmen verschiedene Klimaszenarien benutzen werden, um ihre Geschäftsstrategien zu verbessern. Solche Szenarienanalysen helfen Unternehmen dabei, ihre Leistung in verschiedenen „alternativen Welten“ zu beurteilen – zum Beispiel bei der Einhaltung des Zwei-Grad Klimazieles durch die erhebliche Reduzierung von Emissionen.

Fast neun von zehn europäischen Unternehmen, die CDP geantwortet haben, sehen wirtschaftliche Chancen im Klimawandel; fast zwei Drittel sehen in Zukunft eine höhere Nachfrage für emissionsarme Güter.

Wandel zur nachhaltigen Wirtschaft ist notwendig

Der Bericht folgt auf die neusten Warnungen sowohl des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), dass eine radikale Transformation der globalen Wirtschaft notwendig ist, um die schlimmsten Effekte des Klimawandels zu verhindern, als auch des World Economic Forum, dessen globaler Gefahrenbericht Umweltrisiken an erste Stelle setzt.

Die Unternehmen berichten, auf die Anfragen von Investoren bezüglich Umweltinformationen reagierend, für das Jahr 2018 Reduzierungen von Treibhausgasen in Höhe der jährlichen Gesamtemissionen Österreichs. Und in Europa ist die Anzahl der Unternehmen mit anerkannten wissenschaftsbasierten Zielen, um die Emissionsreduzierungen in Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen zu bringen, letztes Jahr um 65 Prozent gestiegen.

Dennoch haben mehr als die Hälfte (53 Prozent) noch kein Ziel für ihre (absoluten) Gesamtemissionen, und von den Unternehmen mit Zielen planen weniger als ein Drittel über das Jahr 2025 hinaus. 

Die 76 Unternehmen, die in CDPs jährlicher Rangliste die Bestnote A erhalten haben, wurden im Februar in Brüssel bei den CDP Awards vorgestellt.

Steven Tebbe, Managing Director von CDP Europe, kommentierte:

„Das nächste Jahrzehnt wird entscheidend sein, wenn unser Wandel zu einer nachhaltigen Wirtschaft erfolgreich sein soll, und im Herzen dieses Wandels liegen Unternehmen. Die Unternehmen der A-List zeigen, dass umweltliche und wirtschaftliche Führungsrollen Hand in Hand gehen: der auf der A-List basierende STOXX Global Climate Change Leaders Index hat die STOXX Global 1800 zwischen 2011 und 2019 um 5,5 Prozent pro Jahr übertroffen.“ 

Tom Delay CBE, Vorstandsvorsitzender der Carbon Trust, erklärte:

“Europe is home to some of the world’s most ambitious corporates, showing transformative leadership on sustainability issues and finding new ways to prove that profitability doesn’t have to come at the expense of the planet. But even in a part of the world where there is an almost unique combination of committed businesses, comparatively strong environmental policy frameworks, and citizen support for action, progress is still not happening quickly enough. While some leaders are showing the way forward, many others are only just starting to take their first steps on the journey, or moving too slowly along the pathway to sustainability. Others must follow rapidly in the footsteps of those leaders if we are to tackle one of the most urgent global challenges we face today.”

Klimarating für Fonds

Des Weiteren werden die Vermögensverwalter der zehn europäischen Investmentfonds mit der besten Klimabilanz ausgezeichnet, basierend auf den Daten von Climetrics, einem Klimarating für Fonds. Das Instrument nutzt die von CDP gesammelten Daten, um die Klimabilanz der Aktien eines Fonds, das Angehen von Klimaproblemen durch die Vermögensverwalter, sowie die Anlagepolitik des Fonds zu messen, um Investoren zu helfen, durch öffentliche Ratings die ökologisch besten Investitionen zu finden. 

Die Analyse der insgesamt 100 größten Unternehmenswerte unter den ausgezeichneten Fonds zeigt, dass fast die Hälfte der höchsten Positionen der Fonds (46 Prozent) von CDP mit A bewertet wurden, wobei fast drei Viertel (73 Prozent) entweder A- oder B-Noten erhielten. 

Die Vermögensverwalter BNP Paribas, Candriam, und Mirova haben jeweils zwei Fonds unter den Zehn, die einen Climetrics Fund Award erhalten, und französische Vermögensverwalter machen insgesamt 70 Prozent der Preisträger aus, was der führenden Rolle französischer Investoren beim Übergang zu einer emissionsarmen Wirtschaft zugrunde liegt.

Die 10 besten europäischen Aktienfonds – Climetrics Fondsauszeichnungen
BNP Paribas Developpement Humain BNP Paribas Asset Management
Parworld Quant Equity Europe Guru BNP Paribas Asset Management
Echiquier Major La Financiere de l'Echiquier
LBPAM ISR Actions Europe La Banque Postale Asset Management
Mirova Europe Sustainable Equity Mirova
OFI RS European Growth Climate Change OFI Asset Management
Mirova Europe Environmental Equity Mirova
Candriam SRI Equity Europe Candriam Investors Group
Candriam Sustainable Europe Candriam Investors Group
NN (L) European Sustainable Equity NN Investment Partners

Frankreich führt in Europa auch bei bei der Regulierungspolitik für den finanziellen Sektor, was sich zum Beispiel an Artikel 173-VI zeigt. Dieser verpflichtet Investoren dazu, über ihre Klimarisiken und deren Integration Bericht zu erstatten.

Nico Fettes, Leiter von Climetrics bei CDP, sagte dazu: 

„Mehr Transparenz in der Fondswirtschaft ist wichtig, wenn es darum geht, Kapital in Richtung nachhaltiger Investitionen zu verschieben, und die Pariser Klimaziele zu erreichen. Das Ziel von Climetrics ist es, Investoren Vertrauen in ihre Investitionen zu ermöglichen, und diese Auszeichnungen erkennen an, dass gewisse Fonds weniger langfristige Risiken durch den Klimawandel enthalten.”

Quelle: UD/pm
 

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