19.07.2019
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09.07.2019

Energiewende

Grüne Computerleistung

Der Volkswagen Konzern hat jetzt ein neues, klimaneutral betriebenes Rechenzentrum in Rjukan (Norwegen) bezogen. Gemeinsam mit Green Mountain wurde der Standort in nur sechs Monaten aufgebaut. Betrieben wird das Rechenzentrum künftig zu 100 Prozent mit Strom aus Wasserkraft. Auf diese Weise lassen sich damit pro Jahr mehr als 5.800 Tonnen CO2 einsparen.

Grüne Computerleistung

„Wir unterstützen die Digitalisierung in allen Bereichen des Volkswagen Konzerns. Mit neuen Technologien und digitalen Formen der Zusammenarbeit wächst der Bedarf an Rechenleistung im Unternehmen. Wir bauen unsere Kapazitäten deshalb stetig aus“, sagt Mario Müller, Leiter IT-Integration und Services im Volkswagen Konzern. „Uns sind betriebswirtschaftliche Aspekte als auch Nachhaltigkeit wichtig. Das neue Rechenzentrum in Norwegen überzeugt in beiden Punkten. Der Betrieb ist kostengünstig und vollständig klimaneutral.“

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Die Rechenleistung des neuen Standorts wird künftig von den Marken Volkswagen Pkw und Audi für Projekte aus ihrer Fahrzeugentwicklung genutzt. Dazu zählen Simulationen von Crashtests und Erprobungen im virtuellen Windkanal. Solche Berechnungen sind nicht zeitkritisch, aber sehr komplex und energieintensiv. Sie auf externe Rechenzentren auszulagern, entlastet die IT-Infrastruktur an den Heimatstandorten immens.

Nationale und internationale Standorte

Standorte für Rechenzentren in den nordischen Ländern Europas qualifizieren sich durch gute Verfügbarkeit von günstiger, umweltfreundlicher Energie und Witterungsbedingungen, die sich für eine hocheffiziente Kühlung der Anlagen nutzen lassen. Der Volkswagen Konzern betreibt bereits in Island (Reykjanesbær) ein klimaneutrales Rechenzentrum. Dieser Standort ist etwa genauso groß das neue norwegische Pendant und spart jährlich rund 6.200 Tonnen CO2 ein. 

Volkswagen eröffnet klimaneutrales Rechenzentrum in Norwegen

Darüber hinaus betreibt Volkswagen an zahlreichen nationalen und internationalen Standorten Rechenzentren „innerhalb der Werkzäune“. Deren Leistung wird vorrangig für unmittelbar geschäftsrelevante Anwendungen genutzt, hierzu zählen Applikationen für die Produktion, Logistik oder Vertrieb. Auch an diese Rechenzentren stellt Volkswagen höchste Ansprüche in Sachen Energieeffizienz. Maßnahmen wie indirekte Freikühlung, Anpassungen der Kaltwassertemperaturen und der ausschließliche Einsatz energiesparender Betriebsanlagen sorgen auch in mitteleuropäischen Breitengraden für einen sehr effizienten Energieverbrauch der Rechenzentren.

Das neue Rechenzentrum in Norwegen liegt etwa 180 Kilometer westlich von Oslo. Es wurde vom norwegischen Partner Green Mountain gebaut, der auf die Bereitstellung von Rechenzentrumkapazitäten für internationale Unternehmen spezialisiert ist. „Wir sind sehr stolz auf das Vertrauen, das der Volkswagen Konzern uns entgegenbringt“, sagt Tor Kristian Gyland, Vorstandsvorsitzender von Green Mountain. „Wir sehen uns bestärkt in unserer Strategie, flexible und qualitativ hochwertige Rechenkapazitäten mit ausschließlich erneuerbaren Energien zu betreiben.“

Quelle: UD/cp
 

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