23.05.2019
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08.05.2019

Energiewende

Gebäude-Energiewende machbar, wenn Politik Startschuss gibt

Deutsche CEOs sehen in den politischen Rahmenbedingungen das größte Hindernis für die Energiewende im Gebäude. Den Stand der Technik und die Auswirkungen auf die Beschäftigung bewerten die Top-Manager hingegen positiv. Das zeigen die neuesten Ergebnisse des Immo-Energiewende-Index von ista und energate.

Gebäude-Energiewende machbar, wenn Politik Startschuss gibt

Die Stimmung unter den befragten CEOs aus der Immobilien-, Energie- und IT-Branche ist in Bezug auf die Energiewende im Gebäude seit Anfang 2019 gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Dies drückt sich in einem Plus von 0,9 Punkten im Immo-Energiewende-Index aus.

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Technik und Beschäftigungseffekte positiv

Besonders positiv ist die Stimmung in Bezug auf den Stand der Technik. Die Befragten halten die Gebäude-Energiewende technisch für machbar. Fast drei Viertel (73 Prozent) stellen den verfügbaren Technologien ein positives Zeugnis aus. Die neutrale Sicht auf die Technologien teilt etwas mehr als ein Viertel der Befragten. Die Mehrheit (60 Prozent) der CEOs geht zudem von positiven Beschäftigungseffekten durch die Gebäude-Energiewende aus. Der Anteil der Top-Manager, die negative Einflüsse auf ihr Geschäft sehen, hat sich gegenüber der vorangegangenen Umfrage aus Juli 2018 hingegen auf zehn Prozent halbiert.

Optimismus bei Klimazielen

Auch bei der Beurteilung der Klimaziele zeichnet sich unter den CEOs ein Stimmungswandel ab. Inzwischen gehen 43 Prozent der Befragten davon aus, dass die von der Bundesregierung bis 2030 gesetzten Klimaziele im Gebäudebereich erreichbar sind. In der vorangegangenen Umfrage waren es nur 37 Prozent.

Politischer Rahmen als Hindernis

Trotz der positiveren Einschätzungen bewertet ein Großteil (77 Prozent) der Befragten den aktuellen Stand der Gebäude-Energiewende weiterhin negativ. So sehen nur knapp ein Viertel der Top-Manager ein positives Gesamtbild. Grund dafür sind die politischen Rahmenbedingungen. Waren bei der vorherigen Befragung bereits zwei Drittel unzufrieden, sind es nunmehr annähernd drei Viertel der Teilnehmer.

„Die Unternehmen und Dienstleister stehen bereit, die Technik ist da. Nun muss die Politik den Startschuss geben und verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, damit die Gebäude-Energiewende an Fahrt gewinnt“, kommentiert Thomas Zinnöcker, CEO des Energie- und Immobiliendienstleisters ista die Index-Ergebnisse.

Für den Immo-Energiewende-Index befragen ista und energate eine Fokusgruppe von 30 ausgewählten CEOs aus der Immobilien-, Energie- und IT-Wirtschaft. Die Bandbreite der teilnehmenden Unternehmen reicht vom Start-up bis zum DAX-Konzern. Die erste Erhebung fand Mitte 2018 statt und dient als Basiswert für den Index, der halbjährlich ermittelt wird.

Quelle: UD/cp
 

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