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17.04.2019

Energiewende

EEBUS-Standard für intelligente Vernetzung

Audi gestaltet die digitale Energiewelt der Zukunft aktiv mit. Für eine Vernetzung über Hersteller- und Branchengrenzen hinweg engagiert sich die Marke in der EEBUS-Initiative. Der Audi e-tron ist das erste Elektroauto, dessen Ladetechnik den neuen Kommunikationsstandard nutzt.

EEBUS-Standard für intelligente Vernetzung zoom
Der Audi e-tron in Masdar City

Das Elektroauto spielt künftig als Stromverbraucher eine wichtige Rolle in der digitalen Energiewelt. Als Stromspeicher hat das E-Auto großes Potenzial, die Energiewende voranzutreiben und durch regenerative Erzeugung bedingte Spitzenlasten abzufedern. Denn Autos stehen die meiste Zeit des Tages – das bietet viel Zeit für flexibles Laden. Die neuen Stromverbraucher stellen also nicht nur eine Zusatzbelastung für das Stromnetz, sondern sind potenziell auch flexible Speicher für die wechselhafte Verfügbarkeit von Sonnen- und Windstrom. Innerhalb eines Gebäudes können sich E-Autos mit Hausgeräten, Wärmepumpen und anderen Verbrauchern über die jeweiligen Energiebedarfe abstimmen und so Überlasten vermeiden. Dafür ist allerdings eine Vernetzung aller großen Erzeuger und Verbraucher notwendig, um den Strombedarf intelligent zu steuern. Genau das hat sich die EEBUS-Initiative zum Ziel gesetzt: eine nahtlose und branchenübergreifende Kommunikation im Energiesystem der Zukunft. Neben Audi arbeiten über 70 internationale Unternehmen an der gemeinsamen Sprache für das Energiemanagement im Internet der Dinge.

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Plugfest bestätigt EEBUS-Standard-Release

Beim zweitägigen „Plugfest E-Mobility“ Ende Januar testeten EEBUS-Mitglieder im Audi Werk Brüssel ihre Entwicklungen auf Basis des offenen Kommunikationsstandards. Entwickler und Ingenieure prüften in Modellversuchen, ob Photovoltaikanlage, Ladeinfrastruktur, Elektroauto und Heizung störungsfrei miteinander sprechen. Die Vernetzung der Geräte findet über ein sogenanntes Heimenergie-Managementsystem (HEMS) statt. In dieser Leitzentrale laufen sämtliche Informationen zusammen, sodass sich alle energierelevanten Geräte über ihren Strombedarf austauschen können. Im Anschluss an das „Plugfest“  verabschiedeten die beteiligten Unternehmen die EEBUS-Spezifikationen für den Bereich E-Mobilität.

Ladesystem connect: leistungsstark und vernetzt

Für das Laden zu Hause bietet Audi verschiedene Lösungen an. Als höchste Ausbaustufe erlaubt das optionale Ladesystem connect eine Ladeleistung von bis zu 22 Kilowatt . Damit dauert eine Vollladung des Audi e-tron nur etwa viereinhalb Stunden. Die Vorteile des Systems liegen auf der Hand: Mit dem Ladesystem connect kann der Audi e-tron immer mit der maximal verfügbaren Leistung laden, die der Hausanschluss und das Auto ermöglichen. Dabei berücksichtigt es den Bedarf anderer Verbraucher im Haushalt und vermeidet ein Überlasten des Hausanschlusses und in der Folge das Auslösen der Sicherung. Voraussetzung im Haus ist ein kompatibles HEMS, mit dem sich das Ladesystem zum Beispiel über das Haus-WLAN vernetzt. Hier arbeitet Audi mit zwei Partnerfirmen zusammen, SMA Solar Technology und der Hager Group, die beide ebenfalls auf den Standard der EEBUS-Initiative setzen.

Nachhaltiges und intelligentes Laden

Im Zusammenspiel mit dem Ladesystem connect und einem entsprechend ausgestatteten HEMS nutzt der Audi e-tron auch variable Stromtarife. So kann er zu kostengünstigen Zeiten die Batterie mit Strom versorgen und dabei gleichzeitig die Mobilitätswünsche des Kunden berücksichtigen, wie etwa Abfahrtszeit oder Ladezustand. Die nötigen Stromtarifdaten bezieht das Ladesystem connect dafür entweder vom HEMS oder von den individuell hinterlegten Kundenangaben im myAudi Portal. Verfügt das Haus über eine Photovoltaik-Anlage, kann der Kunde den Ladevorgang auch so optimieren, dass der Audi e-tron bevorzugt mit dem eigenerzeugten Strom lädt. Dazu berücksichtigt der Elektro-SUV entweder prognostizierte Sonnenscheinphasen, die das HEMS zur Verfügung stellt, oder den aktuellen Stromfluss am Hausanschluss.

Interaktion mit dem Stromnetz

Für die Zukunft ist es denkbar, dass EEBUS-Geräte noch stärker mit dem Energienetz interagieren. Eine mögliche Anwendung ist eine Schnittstelle über das HEMS zum Netzbetreiber. Damit könnten E-Autos ihre Ladeplanung noch besser an Netzengpässe anpassen und die Stabilität des Stromnetzes gewährleisten – beispielsweise, wenn mehrere Elektroautos in einem Straßenzug gleichzeitig laden. Die Spezifikationen des Kommunikationsstandards wurden Anfang Februar 2019 ausgerollt. Damit ist die EEBUS-Initiative auf dem Weg, einen europaweiten Standard einzuführen, der sämtliche elektrischen Großverbraucher im Heimbereich übergreifend und herstellerunabhängig vernetzt.

Quelle: UD/cp
 

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