Biodiversität

So kommen Igel durch den Winter

Igel sind im Herbst besonders aktiv. Die Tiere suchen Nahrung für den nötigen Winterspeck und einen geeigneten Unterschlupf für den Winterschlaf. Gesunde, kräftige Igel überleben den Winter in der freien Natur ohne Probleme. Wenn sie nicht gestört werden.

24.11.2016

Die Tierschutzstiftung VIER PFOTEN und ihr Kooperationspartner, die Wildtierstation Hamburg/Schleswig-Holstein, warnen dringend davor, Igel aus falsch verstandener Fürsorge der Natur zu entnehmen. Der Igel ist ein besonders geschütztes Wildtier und gehört nur im absoluten Notfall in menschliche Obhut. Ab einem Gewicht von 400 Gramm sind Igel in der Regel ausreichend gewappnet, um im Spätherbst in den Winterschlaf zu gehen.

Christian Erdmann, Leiter der Wildtierstation Hamburg/Schleswig-Holstein: „Schwache, verletzte, kranke oder elternlose Igel, die zum Überleben Unterstützung brauchen, sind häufig daran zu erkennen, dass sie sich am Tage zeigen. Normalerweise sind Igel nachtaktiv.“

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Igel nicht mit ins Haus nehmen

Findet man einen offensichtlich hilfsbedürftigen Igel, sollte dieser behutsam mit Handschuhen eingefangen und in einem Katzentransportkorb zu einer nächstgelegenen Wildtierauffangstation gebracht werden. Die Pflege erfordert sehr viel Sachverstand, Zeit und Geld und sollte nur einem Experten überlassen werden.

Die Tiere sollten nie, auch nicht übergangsweise, mit ins Haus genommen werden! Die warmen Temperaturen führen zu einem rapiden Anstieg der ungewünschten Parasiten, wie Flöhe oder Lungenwürmer.

Prävention

Damit Igel gut in den Winter kommen, fordert VIER PFOTEN Gartenbesitzer zur Mithilfe auf: Die Einrichtung einer Futterstelle in geschützter Lage sowie liegengelassene Laub-, Reisig- oder Komposthaufen bieten den Igeln Schutz vor Wind und Wetter.

Auf Motosensen verzichten

Bei der Gartenarbeit sollte unbedingt auf Motorsensen verzichtet werden. Diese sind, nach dem Autoverkehr, die häufigste Verletzungs- und Todesursache von Igeln durch Menschenhand. Die Tiere bauen sich gern unter Hecken ihren Unterschlupf und können durch ihre gute Tarnung oft nicht rechtzeitig, vor dem Einsatz der Motorsense, erblickt werden.

Quelle: UD/pm
 

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