27.01.2020

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13.01.2020

Zertifikate & Siegel

Verantwortung für Wasser - Umsetzung bei Nestlé

Wasserknappheit und mögliche Nutzungskonflikte stellen auch für Unternehmen ein erhebliches Risiko dar. Das Beispiel Nestlé zeigt, wie man damit umgehen kann. Bis 2025 will der Konzern all seine Standorte der Wasser-Sparte nach dem AWS-Standard zertifizieren lassen und setzt sich für den Zugang der lokalen Bevölkerung zu sauberem Trinkwasser ein. Beim neuen Wasser-Standort in Äthiopien hat Nestlé bereits einiges auf den Weg gebracht.

Verantwortung für Wasser - Umsetzung bei Nestlé
Trinkwasser- und Waschstation einer Siedlung in Sululta, die vom Internationalen Roten Kreuz mit Unterstützung von Nestlé aufgebaut wurde.

Ein gelber Plastikkanister steht neben dem anderen. An den Wasserhähnen befüllen die Menschen die Kanister mit sauberem Trinkwasser. So sieht es an der öffentlichen Wasserstation aus, die Nestlé am Rande des Wasser- Standorts in Sululta, Äthiopien, für die Anwohner installiert hat. Etwa ein Drittel des im Werk erzeugten Wassers stellt der Konzern für die Menschen vor Ort bereit. „Wir unterstützen das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Einrichtungen, auch indem wir sicherstellen, dass unsere Werke ihren Mitarbeitern Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen ermöglichen“, erklärt Carlo Galli, Nachhaltigkeitsmanager von Nestlé Waters global: „Außerdem helfen wir bei der Bereitstellung von sauberem Wasser und verbesserter sanitärer Versorgung für die lokale Bevölkerung, wo dies erforderlich ist.“ Der Lebensmittel- und Getränkehersteller hat sich zum Ziel gesetzt, Vorreiter in Sachen verantwortungsvollem Umgang mit Wasser zu sein – dazu gehört die Optimierung des Wassermanagements in den Werken, der Schutz von Wassereinzugsbereichen und, wo immer nötig, der ansässigen Bevölkerung den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen.

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Zertifizierung nach dem AWS-Standard 

Keine kleine Aufgabe. Nestlé Waters ist – als einer der größten Anbieter von abgefülltem Wasser weltweit – in über 30 Ländern mit mehr als 90 Produktionsstätten tätig. Davon befinden sich einige auch in Entwicklungs- und Schwellenländern, in denen der Zugang zu Wasser keine Selbstverständlichkeit ist. Das erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem ökologische und soziale Anforderungen je nach der lokalen Situation berücksichtigt werden. Ein weiteres Problem: Wasser ist eine geteilte Ressource. Mehrere Akteure, wie beispielsweise Kommunen, die Landwirtschaft und Unternehmen, greifen häufig auf ein und dieselbe (begrenzte) Wasserquelle zu: „Die Herausforderungen rund um das Thema Wasser können nur durch die Zusammenarbeit aller Interessengruppen angegangen werden. Verantwortungsbewusstes Wassermanagement erfordert ein gemeinsames Verständnis der Herausforderungen“, weiß Galli. Daher lässt Nestlé alle seine Wasser-Standorte nach dem Standard der Alliance for Water Stewardship (AWS) zertifizieren. 

Der Standard schafft für Unternehmen einen unabhängigen und überprüfbaren Rahmen, um die Wassernutzung eines Standortes besonders im Zusammenhang mit der Region und den ansässigen Akteuren zu verstehen. Daraus können die Unternehmen Maßnahmen ableiten, um die möglichen negativen Auswirkungen ihres Wasserverbrauchs zu minimieren und einen positiven Beitrag zur Verbesserung der Gesamtsituation zu leisten: So zielt der aktuelle AWS Standard 2.0. explizit darauf ab, den Zugang zu Wasser- und Sanitärversorgung zu verbessern. Mit dem AWS-Standard lassen sich die erzielten Ergebnisse außerdem transparent machen. Aktuell haben 16 Wasserwerke von Nestlé Waters eine AWS-Zertifizierung, bis 2025 sollen alle Standorte zertifiziert sein.

Trinkwasser- und Waschstation einer Siedlung in Sululta, die vom Internationalen Roten Kreuz mit Unterstützung von Nestlé aufgebaut wurde.

Wassermanagement in Sululta 

Wie die Umsetzung des AWS-Standards in einem herausfordernden Umfeld konkret aussehen kann, zeigt Nestlé beispielsweise in dem Werk in Sululta. Neben der eigenen öffentlichen Wasserstation für rund 7.500 Menschen in der Nachbarschaft hat der Konzern hier durch weitere Maßnahmen Verbesserungen für die Bevölkerung erreicht.

Wasser gibt es in Sululta im äthiopischen Hochland reichlich. Neben dem Joint Venture mit einem lokalen Unternehmen, an dem sich Nestlé 2016 beteiligt hat, füllen sechs weitere Unternehmen dort Wasser für den lokalen Markt ab. Zu den ersten Maßnahmen, die Nestlé Waters nach der Beteiligung umgesetzt hat, gehörten der Bau der Wasserstation, die Verbesserung des Wassermanagements im Werk selber und eine umfassende Studie zur Wassersituation in der Region. Die Niederschläge in der Region sind höher als zum Beispiel in der Schweiz. Trotzdem reicht die öffentliche Wasserversorgung nicht aus, um die Bevölkerung angemessen zu versorgen – wenn der Strom ausfällt, sitzen die Menschen wörtlich auf dem Trockenen, und Gemeinschaften am Rande der Stadt haben noch keinen Zugang zum öffentlichen Leitungsnetz.

Um die Wasserprobleme der Bevölkerung vor Ort anzugehen, arbeitet das Unternehmen mit Partnern zusammen. So erstellte man in Kooperation mit der Universität in Addis Abeba eine Studie zur sozio-ökonomischen und hydrologischen Situation in Sululta. Dabei standen folgende Fragen auf der Agenda: Was sind die drängendsten Probleme in Bezug auf die Wasserinfrastruktur und -versorgung? Welche Probleme können schnell gelöst werden, und welche Themen benötigen langfristige Projekte, die nur in Zusammenarbeit mit Partnern initiiert werden können? Im Rahmen der Community Relationship-Programme tauschte sich Nestlé Waters außerdem intensiv mit den Verantwortlichen vor Ort aus, um deren Bedürfnisse und Erwartungen zu verstehen.

Trinkwasser- und Waschstation einer Siedlung in Sululta, die vom Internationalen Roten Kreuz mit Unterstützung von Nestlé aufgebaut wurde.zoom
Trinkwasserversorgung für Anwohner des Nestlé Standortes in Sulultazoom

Bedarfsgerechte Maßnahmen

Aus den Ergebnissen der Studie und des Stakeholder-Dialogs wurden bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet, die den Menschen schnell helfen. So stellte der Konzern öffentliche Wasserstellen der Stadt wieder her und sanierte zwei der fünf öffentlichen Tiefbrunnen der Stadt, die mangels technischen Know-hows nicht funktionierten. Dadurch erhielten über 12.000 Menschen besseren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Da sanitäre Anlagen in den örtlichen Schulen Mangelware sind, baute Nestlé Waters in Kooperation mit dem internationalen Roten Kreuz Toilettengebäude und setzte Schulungsprogramme zum Thema Hygiene auf. Eine langfristige Strategie, die die Lebenssituation der lokalen Bevölkerung insgesamt verbessert, wird derzeit mit lokalen Anspruchsgruppen und zusammen mit weiteren Unternehmenspartnern erarbeitet. Das Werk wurde Ende 2018 erfolgreich nach dem AWS-Standard zertifiziert – als erster Wasser-Standard in Afrika überhaupt.

Adrian Sym, CEO der AWS, begrüßt das Engagement von Nestlé bei der Umsetzung des Standards: „Es zeigt die Bedeutung der gemeinschaftlichen Verantwortung und den wirtschaftlichen Mehrwert eines verantwortungsvollen Umgangs mit Wasser. Über unsere weltweite Mitgliederbasis werden wir auch andere wichtige Unternehmen dazu aufrufen und sie dabei unterstützen, dem Beispiel von Nestlé Waters zu folgen und durch die Umsetzung des AWS-Standards einen substanziellen und unabhängig überprüfbaren Beitrag zu unseren gemeinsamen Herausforderungen, in Bezug auf Wasser, zu leisten.“

Dieser Artikel ist im Original im Magazin "UmweltDialog" zum Thema "Wasser" erschienen.

UmweltDialog Magazin 12 Wasser
Quelle: UmweltDialog
 

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