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25.07.2016

Zertifikate & Siegel

Rainforest Alliance Certified-Kaffee weiterhin mit Wachstum

Die Umweltschutzorganisation Rainforest Alliance hat für das Jahr 2015 erneut Wachstum bei Erzeugung und Verkauf von Kaffees gemeldet, die gemäß Standard des SAN-Netzwerks für Nachhaltige Landwirtschaft (Sustainable Agriculture Network SAN) angebaut werden. Demnach sind im vergangenen Jahr rund 487.500 Tonnen grüner Rainforest Alliance Certified-Kaffee von annähernd 200.000 Kaffeefarmern nachhaltiger angebaut worden, die insgesamt annähernd eine Million Hektar Land in 25 Ländern bewirtschaften. Das entspricht einem Plus von etwa sieben Prozent gegenüber dem Jahr 2014.

Damals wurden rund 456.000 Tonnen grüner Kaffee erzeugt. Auch das Volumen, das als zertifiziert verkauft werden konnte, stieg um etwas über fünf Prozent auf rund 194.300 Tonnen (2014: 185.000 Tonnen). Die Top-5-Erzeugerländer im vergangenen Jahr waren Brasilien, Costa Rica, Kolumbien, Peru und Vietnam.

In Deutschland findet sich Rainforest Alliance Certified-Kaffee in vielfältigen Marken und Produkten und wird in unterschiedlichsten Kanälen vertrieben. Die Rainforest Alliance treibt jedoch konsequent auch zertifizierungsunabhängige Projekte und Initiativen voran und bietet Lösungen in größerem Rahmen an, zum Beispiel beim Umbau hin zu nachhaltigen Landschaften inklusive Stärkung von Agroforst-Systemen, Diversifizierung beim Anbau von Nutzpflanzen und Rückkehr zu traditionellen Farmmethoden auf angestammten Landwirtschaftsflächen. So soll vor allem der Abholzung in tropischen und subtropischen Regionen Einhalt geboten werden.

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Jenseits von Zertifizierung: erfolgreiche Entwicklungs- und Naturschutzinitiative im Anden-Amazonas von Peru und Ecuador

Ein Beleg für solche Umweltschutz-Initiativen ist das von 2011 bis 2016 mit Unterstützung von USAID, der US-amerikanischen Entwicklungsorganisation, durchgeführte Projekt zum Erhalt nachhaltiger Landschaften im Anden-Amazonas von Peru und Ecuador. Die Leistungsfähigkeit von dutzenden lokalen Organisationen und Unternehmen wurde allein durch über 100.000 Mann-Stunden an Trainingsmaßnahmen gestärkt.

Dazu zählten Schulungen zu Natur- und Umweltschutz sowie Erhaltung der Artenvielfalt bzw. zum Walderhalt per se, zu nachhaltiger Forst- und Landwirtschaft oder naturnahem Agroforst-Management sowie zur Professionalisierung von Kleinbetrieben und Erzeugergemeinschaften. Fast 20.000 Menschen – vom indigenen Dorfoberhaupt über Kaffeebauern bis zu Entscheidern in Kooperativen und Produktionsverbänden – wurden über die Zeit in die Lage versetzt, die ihnen anvertrauten Lebensräume grüner, gesünder und erfolgreicher zu bewirtschaften.

Nahezu 15.000 Hektar Land in Megantoni, Peru, werden nun klimasmart bewirtschaftet, zum Wohle der Wälder und der Artenvielfalt vor Ort. Durch nachhaltige Anbaumethoden mit Kaffee, Kakao und weiteren Kulturpflanzen bewirtschaften die Farmer ihr Land produktiver und effizienter.

Rückkehr zu verlassenen Kaffeefarmen, um sie wieder zu bewirtschaften

„Wenn ich Bäume fälle, steigt die Belastung für meine Pflanzen und für die meiner Nachbarn. Deshalb will ich das nicht mehr. Ich will mein Handeln besser kontrollieren und an die Zukunft denken“, bestätigt Kleinbauer Rimberti Prudencio.

Und die Farmerin Amelia Quispe führt entschieden an: „Wir sind diejenigen, die die Umwelt und das Land belastet haben. Wir haben die Wälder niedergebrannt, und jetzt forsten wir sie wieder auf – weil wir die Unterstützung der Rainforest Alliance und ihrer Partnerorganisationen haben. Sie motivieren uns, geben uns Anreize und so verlieren wir unsere Wälder nicht, wir verschmutzen unsere Natur nicht länger oder brennen Wälder nieder. Jetzt verwenden wir Mulch für den Boden. Wir kehren zurück zu den alten Kaffeeplantagen, um sie erneut zu bewirtschaften, damit keine Wälder mehr für die Landwirtschaft weichen müssen.“

Quelle: UD/pm
 

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