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22.11.2018

Studium & Beruf

Mehr Frauen für die Spitzenforschung

Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist mit ihrem Gleichstellungskonzept zum dritten Mal in Folge im Professorinnenprogramm von Bund und Ländern erfolgreich: Mit bis zu 1,7 Millionen Euro wird in den kommenden Jahren die Besetzung von bis zu drei JLU-Professuren mit hochqualifizierten Frauen gefördert.

Mehr Frauen für die Spitzenforschung

Mit Eigenmitteln in derselben Höhe fördert die JLU zusätzlich die Berufung von bis zu drei neuen Tenure-Track-Professorinnen in Spitzenforschungsbereichen sowie weitere Maßnahmen, um den Frauenanteil unter ihren Professuren zu erhöhen und junge Wissenschaftlerinnen insbesondere in der Phase nach der Promotion zu unterstützen. Damit stehen an der JLU in den kommenden vier Jahren bis zu 3,375 Millionen Euro für Frauenförderung zur Verfügung.

„Wir freuen uns sehr über diese erneute Auszeichnung für unsere Gleichstellungspolitik“, betonte JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. „Zwar gehören wir zu den Hochschulen, die den Frauenanteil bei den Professuren in den vergangenen Jahren besonders schnell gesteigert haben, und liegen mit 27 Prozent Professorinnen über dem deutschen Durchschnitt. Von einer gleichberechtigten Teilhabe sind wir aber noch weit entfernt.“ Umso wichtiger sei es, die Fördermittel aus dem Professorinnenprogramm konsequent für mehr Chancengleichheit zu nutzen und sie als Ansporn zu nehmen, die Gleichstellung mit Eigenmitteln weiter zu fördern.

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Die drei neuen Tenure-Track-Professuren sollen in Spitzenforschungsbereichen der JLU gezielt mit hochqualifizierten Nachwuchswissenschaftlerinnen besetzt werden. Hierbei handelt es sich zudem um Bereiche, in denen Frauen bislang unterrepräsentiert sind. „Um in der Spitzenforschung langfristig erfolgreich zu sein, sind wir auf die weiblichen Talente angewiesen“, betonte der Präsident. „Wir müssen daher alles tun, um die vielversprechenden Nachwuchskräfte an der JLU zu halten.“

Zudem wird die JLU einen Berufungsfond für die Tenure-Track-Professorinnen einrichten und die Implementierung der Gleichstellungsstandards an allen Fachbereichen fördern – etwa durch strukturelle Aufwertung der dezentralen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten und die Einrichtung einer Servicestelle zur besseren Vernetzung. „Es ist uns ein großes Anliegen, den Gleichstellungsgedanken noch stärker in allen JLU-Einrichtungen zu verankern“, erklärt die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der JLU, Dr. Nadyne Stritzke.

Frauen verlassen nach der Promotion die Universität

Da sich herausgestellt hat, dass insbesondere nach der Promotion viele hochqualifizierte Frauen ihre wissenschaftliche Karriere nicht weiterverfolgen, möchte die JLU darüber hinaus Postdoktorandinnen besser unterstützen. Die JLU will Rahmenbedingungen etablieren, die ganz gezielt auf individuelle Bedarfe von Postdocs reagieren.

Insgesamt hatten sich 111 Hochschulen aus allen 16 Bundesländern in der dritten Ausschreibungsrunde des Professorinnenprogramms beworben, 86 wurden positiv bewertet. Im Rahmen der 2008 gestarteten ersten Auflage des Programms waren an der JLU zwei Professorinnen berufen worden, in der zweiten Runde wurde die Besetzung von drei Regelprofessuren mit Frauen gefördert. Für die dritte Runde stellen das BMBF und die beteiligten Bundesländer zusammen rund 200 Millionen Euro zur Verfügung. Mittel, die in den Hochschulen durch die Finanzierung der Professuren aus dem Programm frei werden, muss die Hochschule im Gegenzug in ihre Gleichstellungsarbeit investieren.

Die JLU verzeichnet im bundesweiten Vergleich mit 62 Prozent einen sehr hohen Frauenanteil unter den Studierenden und gehört laut DFG-Förderatlas 2012 zu den zehn Hochschulen mit dem höchsten Frauenanteil beim wissenschaftlichen Personal (43,7 Prozent). Die Förderung weiblicher Wissenschaftskarrieren wird in der strategischen Entwicklungsplanung der JLU mit besonderem Nachdruck verfolgt und gefördert. Einer der wichtigsten Meilensteine ist der Beschluss des Gleichstellungskonzepts 2.0 im vergangenen Jahr. Auf dieser Basis hat sich die JLU mit ihrem „Gleichstellungszukunftskonzept“ im Professorinnenprogramm beworben.

Quelle: UD/fo
 

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