11.12.2018

07.09.2018

Personalmanagement

Managerinnen machen Unternehmen grüner

Unternehmen mit einer geschlechterbalancierten Führungsetage geraten weniger oft mit Umweltgesetzen in Konflikt und werden nachhaltiger geführt. Zu diesem Schluss kommt eine Erhebung von Forschern der University of Adelaide. Aus der Studie gehen Zusammenhänge zwischen fehlender Geschlechterdiversität und einer höheren Anzahl an Umweltverstößen hervor.

Managerinnen machen Unternehmen grüner

"Die hier gezogenen Schlüsse, die durchaus auf Gender-Konventionen beruhen, sollten mit Vorsicht betrachtet werden. Grundsätzlich lässt sich beobachten, dass gemischte Teams erfolgreichere Entscheidungen fällen", sagt Evelyne de Gruyter vom Verband deutscher Unternehmerinnen im Gespräch mit pressetext. Studien zufolge kämen auf diese Weise bis zu sechsmal innovativere und agilere Entscheidungen zustande.

Laut den Studienergebnissen konnten durch jede zusätzliche Frau im Vorstand die Prozesskosten um 1,5 Prozent gesenkt werden. Bei durchschnittlichen Kosten eines Umweltdelikts von 204 Millionen Dollar (rund 176 Millionen Euro) lassen sich somit 3,1 Millionen Dollar einsparen. Studienautorin Chelsea Liu sieht die Erklärung dafür in den Diversitätstheorien. "Genderdiversität ist das ausschlaggebende Kriterium - weibliche Repräsentation ist dort besonders wichtig, wo der CEO männlich ist, und weniger dort, wo der CEO weiblich ist", erklärt Liu.

"Theorien hinsichtlich der Gendersozialisation gehen davon aus, dass sich Frauen tendenziell mehr um andere kümmern. Dies kann das umweltbewusste Entscheiden im Vorstand erleichtern", fügt die Studienautorin hinzu. Vergangene Analysen haben zudem gezeigt, dass Frauen bei wichtigen unternehmerischen Entscheidungen im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen oft ergänzenden Expertenrat in Anspruch nehmen.

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Frauen weniger korrupt

Frauen handeln nicht nur umweltbewusster, sondern sind auch in Bezug auf politische Korruption weniger anfällig als Männer. Das hat eine Studie der Rice University gezeigt. Dennoch kann diese geringe Korruptionstoleranz nur in demokratischen Systemen nachgewiesen werden, wo das Ausnutzen der Politik zum privaten Vorteil rechtliche Konsequenzen nach sich zieht (pressetext berichtete).

Quelle: UD/pte
 

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