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Vielfalt & Inklusion

Frauen: Später im Ruhestand als geplant

Fast ein Drittel der erwerbstätigen Frauen planen zwar im Durchschnitt einen etwas früheren Ausstieg aus dem Arbeitsleben als Männer, arbeiten dann aber häufig doch länger als geplant. Dies zeigt eine Untersuchung des Deutschen Zentrums für Altersfragen mit Daten mehrerer Befragungswellen des Deutschen Alterssurveys.

20.03.2019

Frauen: Später im Ruhestand als geplant

Wie groß ist die Übereinstimmung von zuvor geäußerten Ruhestandsplänen und tatsächlichem Übergangsalter in den Ruhestand? Zu dieser Frage verglich die Studie die Ruhestandspläne von 55- bis 64-jährigen Berufstätigen im Jahr 2008 mit dem tatsächlichen Alter des Austritts aus dem Arbeitsleben bis zum Jahr 2014.

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Dabei zeigte sich: Die Chancen, die Dauer ihres Arbeitslebens wie geplant zu gestalten, sind nicht für alle gleich. Sowohl ein schlechter Gesundheitszustand als auch ein geringes Ausbildungsniveau erhöhen die Wahrscheinlichkeit, früher als beabsichtigt aus dem Berufsleben auszuscheiden. Hingegen ist das Risiko länger als gewollt erwerbstätig zu sein, je nach Geschlecht unterschiedlich. Im Vergleich zu Männern haben Frauen dieser Generationen eine höhere Wahrscheinlichkeit länger zu arbeiten als intendiert. Während von den Männern nur 18 Prozent über den ursprünglich geplanten Zeitpunkt hinaus erwerbstätig blieben, arbeiteten von den Frauen 28 Prozent länger als erhofft weiter.

Die Chancen sind nicht für alle gleich.

Gründe für ungleiche Chancen

Heribert Engstler, Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Altersfragen und Autor der Studie, benannte mögliche Gründe hierfür. Bei den befragten Frauen handelte es sich um jene Jahrgänge, die von der Anhebung der Altersgrenzen und dem Wegfall der speziellen vorgezogenen Altersrente für Frauen betroffen waren. Sie wiesen seltener mindestens 35 Rentenversicherungsjahre auf als Männer und erfüllten damit auch seltener die Voraussetzungen für eine vorgezogene Altersrente. Zugleich verfügten die Frauen durchschnittlich über geringere Rentenanwartschaften als Männer. Die Notwendigkeit und der Anreiz aus finanziellen Gründen länger zu arbeiten und Rentenabschläge zu vermeiden oder klein zu halten, waren deswegen wahrscheinlich stärker ausgeprägt. Diese rentenrechtlichen und finanziellen Gründe tragen wahrscheinlich dazu bei, dass Frauen häufiger als Männer feststellen, dass sie ihre Ausstiegspläne revidieren müssen und länger als geplant erwerbstätig bleiben.

Zusammenfassung der Ergebnisse

Insgesamt zeigte die Studie, dass die Hälfte (50 Prozent) der Befragten ihre zeitlichen Ausstiegs- oder Weiterarbeitspläne ziemlich genau (plus/minus sechs Monate) verwirklichte; besonders gut gelang dies Personen im Beamtenstatus (61 Prozent). 23 Prozent aller älteren Erwerbstätigen arbeiteten länger als geplant und 27 Prozent schieden mindestens sieben Monate früher als geplant aus, im Durchschnitt mehr als drei Jahre früher.

Quelle: UD/pm
 

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