Vodafone und Arcor ziehen erste gemeinsame Zwischenbilanz

Mit der vollständigen Übernahme des Festnetzanbieters Arcor hat Vodafone im Mai 2008 den Grundstein für den Aufbau eines integrierten Kommunikationskonzerns gelegt. Nun haben Vodafone Deutschland und die Arcor AG - als Vorgeschmack auf den ersten vollständig integrierten Corporate Responsibility (CR)-Bericht, der im September 2009 erscheinen soll - eine Zwischenbilanz vorgelegt. In aller Kürze wird hier skizziert, welchen Beitrag das Unternehmen im vergangenen Jahr zu einer nachhaltigen Entwicklung geleistet hat.

11.11.2008

Die Messlatte liegt hoch, schließlich sind die selbst gesteckten Ziele ambitioniert. "Unser Ziel ist es, das beste Unternehmen unserer Branche zu sein", sagt Vodafone-Geschäftsführer Friedrich Joussen, und das soll selbstverständlich auch für den Bereich Nachhaltigkeit gelten. Hier setzt Vodafone vor allem beim Jugendschutz an. "Als erstes Unternehmen der Branche haben wir zusammen mit Samsung zwei Handymodelle mit einer Jugendschutz-Sperrfunktion entwickelt und auf den Markt gebracht", betont Friedrich Joussen den Anspruch als Vorreiter der Branche zu agieren. Eltern können den Bluetooth-Zugang am Handy ihres Kindes sperren lassen und so verhindern, dass nicht kindgerechte Inhalte, wie zum Beispiel Gewaltvideos, übertragen werden können. Da nur informierte Eltern ihre Kinder zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit modernen Medien erziehen können, beteiligt Arcor sich an der Initiative "SCHAU HIN!", die im August 2008 einen neuen Eltern-Ratgeber zur kindgerechten Mediennutzung veröffentlicht hat. Das von der Vodafone-Stiftung ins Leben gerufene Buddy-Projekt wiederum, an dem bundesweit mehr als 800 Schulen teilnehmen, leistet einen wichtigen Beitrag zur Gewaltprävention an Schulen. Es leitet Kinder und Jugendliche an, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und  Konflikte konstruktiv und gewaltfrei zu lösen.
 
Während Unternehmen mit ihrem Engagement für Kinder und Jugendliche in der Öffentlichkeit leicht punkten können, ist das Thema Mobilfunk und Gesundheit eines, bei dem der Telekommunikationsbranche große Skepsis entgegenschlägt. "Wir nehmen diese Sorgen ernst", betont Vodafone in seinem CR-Bericht und verweist auf die langjährige Unterstützung des Mobilfunk-Forschungsprogramms der Bundesregierung, das im Sommer 2008 abgeschlossen wurde. In ihrem Abschlussbericht sahen die Forscher die These von der gefährlichen Handystrahlung nicht bestätigt, verwiesen aber auf weiteren Klärungsbedarf bei den Auswirkungen auf Kinder und den Langzeitfolgen. Daher wird Vodafone in Zukunft weitere Forschungsprojekte unterstützen und gleichzeitig die eigenen Bemühungen verstärken, Kunden zu möglichen gesundheitlichen Auswirkungen des Mobilfunks kompetent zu beraten. Stichproben hatten ergeben, dass zu viele Partneragenturen bislang die Anforderungen des Unternehmens an die Beratungsqualität zu elektromagnetischen Feldern nicht hinreichend erfüllt haben, sodass nun regelmäßige Überprüfungen geplant sind.
Im Umweltbereich konzentrierten sich die Aktivitäten von Vodafone vor allem auf den Klimaschutz. Die in dem Bericht skizzierten Ergebnisse dieser Bemühungen offenbaren ein altbekanntes Problem: so erfreulich Wachstum aus Unternehmenssicht auch ist, es frisst die erzielten Effizienzgewinne auf und führt - absolut gesehen - zu einem weiteren Anstieg klimaschädlicher Emissionen. So hat sich Vodafone Deutschland das ambitionierte Ziel gesetzt, seine CO2-Emissionen bis 2020 im Vergleich zum Basisjahr 2006/2007 zu halbieren und geht damit einen deutlichen Schritt weiter als die politischen Vorgaben aus Berlin und Brüssel. Obwohl es dem Unternehmen gelungen ist, Wachstum und CO2-Ausstoß zu entkoppeln und die Emissionen pro Megabyte Datentransfer im Mobilfunk um über 50 Prozent zu senken, sind jedoch die CO2-Emissionen durch Energieverbrauch im vergangenenen Jahr weiter angestiegen. "In manchen Bereichen, wie beispielsweise im Klimaschutz, liegen noch Herausforderungen und Aufgaben vor uns", räumt denn auch Friedrich Joussen ein, betont aber gleichzeitig: "Wir werden diese entschlossen und mit vereinten Kräften - mit Innovationen, mehr Kundenorientierung und täglich gelebter Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft - angehen." Energie und damit auch CO2-Emissionen einsparen will Vodafone unter anderem durch Netzmodernisierung, die Installierung des sogenannten Power Saving Features im GSM-Netz sowie den Einsatz von Freikühlsystemen.
 
Ein ökologisch besonders interessantes Thema ist - angesichts kurzer Produktzyklen und  rasant wachsender Elektroschrottberge - das Handy-Recycling. Obwohl Vodafone selbst keine Mobiltelefone herstellt, hat das Unternehmen bereits 2002, als erster Netzbetreiber in Deutschland, ein Recycling-System gestartet. Handy-Nutzer können ihre Altgeräte im Vodafone-Shop oder per Post zurückgeben, für jedes zurückgegebene Handy spendet Vodafone 3,50 Euro an ausgewählte, gemeinnützige Einrichtungen. Auf diesem Wege kamen seit dem Start des Recyclingprogramms insgesamt über 1,2 Millionen Euro zusammen, 195.000 Euro davon im Berichtsjahr 2007/08.
Quelle: UD
 
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