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Bedingungsloses Grundeinkommen: Money for nothing?

Kommt jetzt bald das bedingungslose Grundeinkommen? In der Corona-Krise ist die Debatte darum neu entfacht. Kai Eicker-Wolf – Experte für Wirtschaftspolitik und Verteilungsfragen – stellt die bekanntesten Konzepte zum Grundeinkommen vor und prüft die zentralen Begründungen dieser weitreichenden Reformvorschläge.

12.06.2020

MONEY FOR NOTHING - Das Bedingungslose Grundeinkommen in der Kontroverse

Die Idee zu einem bedingungslose Grundeinkommen ist spannend und zugleich umstritten. Die einen sehen darin ein sozialpolitisches Konzept, das gerade in Zeiten von Krisen und der wachsenden Digitalisierung eine existenzsichernde Antwort sein kann. Die anderen befürchten Verteilung ohne hinreichende Effekte. Die letztere Gruppe erhielt jetzt aus Finnland Rückendeckung; Ein finnisches Langzeitexperiment zu bedingungslosem Grundeinkommen fand heraus, dass die Maßnahme zwar Gut für die Psyche sei, aber keine Wirkung für den Arbeitsmarkt gehabt habe.

Dennoch gilt: Der Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) stehen viele Menschen positiv gegenüber. Nicht wenige sehen in dieser Idee sogar die einzige Möglichkeit, einem drohenden und massenhaften Beschäftigungs- und Einkommensverlust durch fortschreitende Digitalisierung zu begegnen. Teils wird auch die Hoffnung geäußert, ein Bedingungsloses Grundeinkommen könne betreuerische Tätigkeiten wie Pflegearbeit oder Kindererziehung in ausreichendem Maße gewährleisten. Menschliche Arbeit aus den Zwangsverhältnissen zu befreien, ist durchaus erstrebenswert. Aber wie sehen die Finanzierungsmöglichkeiten für ein BGE wirklich aus und was hat dies für Auswirkungen auf die gesellschaftliche Produktion von Gütern und Dienstleistungen?

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Der Autor Kai Eicker-Wolf zeigt in seinem Fachbuch, dass die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens weder in seiner sozialutopischen noch in einer neoliberalen Variante wirklich sinnvoll ist. Die Idee eines BGE wird als triviales Heilsversprechen entlarvt, das keinen gangbaren Weg zu mehr sozialer Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe darstellt.

Das Buch endet also mit einer klaren Positionierung, die manche so nicht teilen. Das regt die weitere Diskussion an. Gut so!

MONEY FOR NOTHING - Das Bedingungslose Grundeinkommen in der Kontroverse

Kai Eicker-Wolf
Money for nothing? 
Das Bedingungslose Grundeinkommen in der Kontroverse
Büchner-Verlag, Marburg 2020
127 Seiten, 14,5 x 20,5, Klappenbroschur
ISBN 978-3-96317-199-4 (Print) 18,00 € (print)
ISBN 978-3-96317-734-7 (ePub) 13,99 € (ePub)

Quelle: UD/pm
 

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