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Compliance

Stellungnahme zum BaFin Merkblatt Nachhaltigkeitsrisiken

Die GLS Bank, die Bank für Kirche und Caritas (BKC), und die Hannoverschen Kassen haben eine gemeinsame Stellungnahme zum BaFin „Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken“ abgegeben. Sie fordern die notwendige Integration von Nachhaltigkeitsrisiken in das Risikomanagement von Finanzinstituten.

18.11.2019

Stellungnahme zum BaFin Merkblatt Nachhaltigkeitsrisiken

In einer gemeinsamen Stellungnahme honorieren die oben genannten drei Institute diesen mutigen, "wenngleich längst überfälligen" Schritt. Vor dem Hintergrund der Dringlichkeit der Bekämpfung der Klimakrise sei es nun wichtig, dass das Ansinnen der BaFin von den Markakteuren konstruktiv aber auch kritisch begleitet wird. Die Unterzeichner der Stellungnahme regen vor allem an, bei der Risiko- und Chancenabwägung radikal umzudenken. Denn nur wer sich den tatsächlichen Anpassungsbedarfen unserer bisherigen Wirtschaftsweise bewusst ist, kann auch entsprechende Chancen und Risiken identifizieren und eine Abkehr vom „weiter so“ einleiten. „Wenn uns die neuesten Zahlen des Weltklimarates nicht wachrütteln, ist uns vermutlich nicht mehr zu helfen,“ so Jan Köpper, Abteilungsleiter "Wirkungstransparenz" der GLS Bank.

Die Diskussionen müssten verstärkt in Richtung einer Einbeziehung externer Kosten und somit auch in Richtung eines Budgetdenkens in Bezug auf Ökosystemleistungen gehen. Das bedeutet, dass Wirtschaftssysteme nur so gedacht werden können, dass eine Regeneration der Ökosysteme möglich ist. Das vermeidet zudem, soziale Brüche und Konflikte. Zu diesem Punkt führen die Autoren der Stellungnahme ergänzend an, dass die Einbeziehung der Abhängigkeiten von ökologischen und sozialen Risiken stärker hervorgehoben werden müssen. „Bei der Betrachtung von Nachhaltigkeitsrisiken muss immer die Wechselwirkung zwischen Umwelt, Sozialem und Governance berücksichtigt werden, um alle risikorelevanten Dimensionen zu identifizieren und abzuschätzen,“ so Tommy Piemonte von der BKC.

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Die Integration von Nachhaltigkeitsrisiken erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit dem derzeitigen Geschäftsmodell von Banken. „Diese Transformationsprozesse sollten durch die Aufsicht positiv begleitet und nicht erschwert oder verhindert werden,“ sagt Jan Köpper von der GLS Bank.

So verweisen die Unterzeichnet in ihrem Abschlussplädoyer auf ihre langjährige Erfahrung in der Identifikation, Steuerung und Berichterstattung zu Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen und bieten allen interessierten Akteuren Austausch, Know-how und Beratung für die weiteren Schritte an. Durch ihre Aktivitäten in der Global Alliance for Banking on Values (GABV), den Shareholders for Change, der UNPRB, UNPRI, FNG und zahlreichen weiteren Netzwerken und Partnerschaften können die Unterzeichner „sinnstiftend zum Ansinnen des Merkblatts und Erfolg des Ansatzes beitragen", heißt es in der gemeinsamen Stellungnahme.

Über die GLS Bank

Bei der GLS Bank ist Geld für die Menschen da. Sie finanziert nur sozial-ökologische Unternehmen und macht ihre Geschäfte umfassend transparent. Dabei bietet die Bank alle Leistungen einer modernen Bank: Girokonten, nachhaltige Fonds, Vorsorge und vieles mehr. Als Genossenschaftsbank kann jeder Anteile zeichnen und mitbestimmen. Über ihre Partnerin GLS Treuhand ist der Bereich Stiften und Schenken abgedeckt. Die GLS Bank hat ihren Sitz in Bochum und Standorte in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Freiburg, München und Stuttgart.

Quelle: UD/pm
 

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