Politik

Europäer:innen wünschen sich bessere Tierschutzstandards

Ein neuer von der Europäischen Kommission veröffentlichter Bericht zeigt, dass 92 Prozent der knapp 60.000 Teilnehmer:innen einer Online-Befragung sich eine strengere Tierschutz-Gesetzgebung wünschen.

28.04.2022

Europäer:innen wünschen sich bessere Tierschutzstandards

Der Bericht bildet die Ergebnisse einer Online-Volksbefragung ab, die vergangenes Jahr im Rahmen des sogenannten Fitness-Checks beziehungsweise der Überarbeitung der EU-Gesetzgebung durchgeführt wurde. Die Befragung hatte das Ziel, Meinungen zum derzeitigen EU-Recht zu sammeln und mögliche Optionen zur Verbesserung und Ergänzung einzuholen.

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Pierre Sultana, Direktor des European Policy Office (EPO) bei Vier Pfoten: „Die Ergebnisse sind ein Paukenschlag. Allein die Anzahl an Menschen, die an der Befragung teilgenommen hat, lässt einen klaren Schluss zu. Neun von zehn an der Umfrage teilnehmenden Europäerinnen und Europäer aller 27 Mitgliedsstaaten wünschen sich eine fortschrittlichere Tierschutzgesetzgebung. Und sie haben Recht! Es sind die Europäischen Institutionen, die hier noch immer bremsen."

Der Bericht zeigt außerdem, dass mit 93 Prozent eine große Mehrheit die Abschaffung der Käfighaltung befürwortet. 90 Prozent der Befragten halten ein EU-Tierschutz-Gütesiegel für ein gutes Instrument, Konsument:innen zu informieren. 83 Prozent sind der Meinung, dass dieses Gütesiegel nicht nur die Haltung, sondern auch Transport und Schlachtung der Tiere beinhalten sollte.

Sultana erklärt: „Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, die Gesetzgebung nicht nur zu überdenken, sondern sie zu überarbeiten. Vier Pfoten verlangt seit vielen Jahren, dass alle diese Themen endlich aufgegriffen werden. Nun muss die Europäische Kommission handeln und den Fitness-Check dazu nutzen, Gesetze nachzuschärfen und Schlupflöcher zu schließen."

Vier Pfoten wird sich auch weiterhin für eine Verbesserung der EU-Transportverordnung einsetzen. „Wir fordern ein Verbot von Lebendtierexporten in Drittstaaten, von Schiffstransporten allgemein und von Transporten nicht entwöhnter Kälber. Die maximale Transportzeit für Tiere darf acht Stunden nicht überschreiten, bei Hasen und Geflügel vier Stunden. Die Befragung zeigt auch hier, dass uns die Bevölkerung Recht gibt", sagt Sultana.

Quelle: UD/pm
 

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