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Politik

Konjunkturpolitik setzt nur auf weitere Staatsverschuldung

B.A.U.M., das Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften, schlägt für die Wiederaufbauphase nach Corona ein Finanzierungskonzept vor, das in einer Doppelstrategie ein zukunftsfähiges, nachhaltiges Konjunkturprogramm mit der Stärkung der privaten Altersvorsorge verbindet. Es kommt ohne weitere Staatsverschuldung aus und basiert stattdessen auf der Aktivierung von Privatkapital.

02.06.2020

Konjunkturpolitik setzt nur auf weitere Staatsverschuldung

Konjunkturmaßnahmen zur Erholung der Wirtschaft im Zuge der Coronakrise können so gestaltet werden, dass sie zugleich dem Klimaschutz dienen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer Studie, die das Bundesumweltministerium bei vier Wirtschaftsforschungsinstituten in Auftrag gegeben hat. „Investitionen in den Klimaschutz gehören Ökonomen zufolge zu den wirksamsten Konjunkturimpulsen überhaupt“, so Bundesumweltministerin Svenja Schulze bei der Vorstellung der Studie.

B.A.U.M. unterstützt die wichtige und sehr gut gemachte Studie im Auftrage des BMU. Jedoch vermissen wir wieder einmal Vorschläge für wirklich innovative Finanzierungsmöglichkeiten jenseits zusätzlicher klassischer Staatsverschuldung“, kommentiert der B.A.U.M.-Vorsitzende Prof. Dr. Maximilian Gege.

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Gege schlägt einen Zukunfts- und Klimaplan für Deutschland und Europa vor: „Es geht um einen nachhaltigen ökologischen Wandel, der Menschen, Umwelt und Wirtschaft eine erfolgreiche nachhaltige Entwicklung ermöglicht – finanziert mit privatem Kapital von Bürgern, die mit den Zinseinnahmen auch aktiv etwas für ihre Altersvorsorge tun können.“

Das nachhaltige Konjunkturprogramm von B.A.U.M. enthält innovative Konzepte für Wiederaufbau, Transformation und Stärkung der Resilienz von Wirtschaft und Gesellschaft nach Corona. Es basiert auf Privatkapital von Bürgerinnen und Bürgern und verbindet in einer Doppelstrategie ein nachhaltiges Konjunkturprogramm mit der Stärkung der privaten Altersvorsorge. Über 2.500 Milliarden Euro liegen derzeit unverzinst und nicht nachhaltig eingesetzt auf deutschen Spar- und Festgeldkonten; auf europäischen Konten liegt ein Vielfaches dieser Summe. Das Ziel muss nach Berechnungen von B.A.U.M. sein, rund acht Prozent dieses Kapitals zu aktivieren. Dann stünden weitere 200 Milliarden Euro für ein Konjunkturprogramm zur Verfügung.

Die Aktivierung von Privatkapital für ein zukunftsfähiges, nachhaltiges Konjunkturprogramm entlastet auch den Staatshaushalt. Weniger Verschuldung plus ein Mehr an Steuereinnahmen sowie viele neue Arbeitsplätze durch Investitionen in Klimaschutz, beschreibt B.A.U.M.-Vorstand Martin Oldeland die Vorteile des Konzepts.

Das Kurzkonzept des Zukunfts- und Klimaplans finden Sie hier.

Quelle: UD/pm
 

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