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Ostern 2026: Was Sie jetzt über Eier wissen sollten

Pünktlich zum Ostergeschäft stehen Eier wieder im Mittelpunkt. In diesem Jahr gibt es eine wichtige Neuerung: Seit dem 1. Januar 2026 ist die Kleingruppenhaltung, die letzte Form der Käfighaltung, in Deutschland verboten. Ändert sich dadurch der Eiercode? Und wie steht es um die Versorgungslage?

27.03.2026

Ostern 2026: Was Sie jetzt über Eier wissen sollten

Käfighaltung in Deutschland seit 2026 verboten. Was bedeutet das für den Eiercode?

Der gestempelte Erzeugercode auf der Eischale hilft dabei, die Herkunft eines Eis nachzuvollziehen. Die erste Ziffer zeigt die Haltungsform der Henne an. Eine 0 kennzeichnet ökologische Erzeugung, eine 1 steht für Freilandhaltung, eine 2 für Bodenhaltung und eine 3 für Käfighaltung. Dieses Kennzeichnungssystem bleibt unverändert bestehen. „Neu ist jedoch, dass Eier mit dem Ländercode DE ab 2026 keine 3 mehr tragen, weil Käfighaltung in Deutschland nicht mehr zulässig ist“, erklärt Katja Quantius, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bremen. „Wer zu deutschen Schaleneiern greift, kann sich sicher sein, dass sie mindestens aus Bodenhaltung stammen“. Importierte Eier dürfen weiterhin die Ziffer 3 tragen, denn in anderen Staaten der Europäischen Union bleibt Käfighaltung erlaubt. In Supermärkten wurden diese frischen Eier bereits seit längerem nach und nach und freiwillig aussortiert.

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Versteckte Käfigeier in verarbeiteten Lebensmitteln weiterhin möglich

Eine Lücke beim Verbraucherschutz bleibt jedoch bestehen: Für verarbeitete Produkte wie Nudeln, Backwaren, Desserts, Mayonnaise, Eiscreme oder Fertiggerichte müssen Hersteller nicht angeben, welche Eier verwendet wurden. Das gilt auch für gefärbte Eier, die an Ostern besonders beliebt sind. „Gerade bei verarbeiteten Lebensmitteln haben Verbraucherinnen und Verbraucher kaum eine Möglichkeit nachzuvollziehen, woher enthaltene Eier stammen“, erklärt Quantius.

Wenn die Haltungsform oder das Herkunftsland freiwillig angegeben werden, müssen die Angaben stimmen. In verarbeiteten Bio-Produkten dürfen nur Eier aus Biohaltung enthalten sein.

Deutschland produziert viel, aber nicht genug

Der Eierverbrauch in Deutschland ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Nach Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft lag der Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr 2025 bei durchschnittlich 252 Eiern. Das entspricht etwa fünf Eiern pro Woche.

Trotz sinkender Tierbestände konnte die heimische Produktion leicht gesteigert werden. Deutsche Betriebe erzeugten 2025 rund 15,3 Milliarden Eier. Dennoch reicht die heimische Produktion nicht aus, um den Bedarf vollständig zu decken. Etwa 72 Prozent der in Deutschland verbrauchten Eier stammen aus inländischer Produktion, der Rest wird importiert.

Rund um Ostern steigt die Nachfrage traditionell besonders stark und Geflügelkrankheiten führen aktuell zur Anspannung des Marktes. Nach Einschätzung des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft ist die Versorgung für Ostern 2026 grundsätzlich gesichert. Ein Horten von Eiern ist nicht notwendig.

Fazit

Welche Eier zu Ostern im Einkaufskorb landen, kann man bewusst selbst entscheiden. Bei verarbeiteten Produkten und gefärbten Eiern bleibt unklar, aus welcher Haltungsform die verwendeten Eier stammen. Selbst mit frischen Schaleneiern zu backen und zu kochen sorgt für Transparenz. Der Schalencode auf unverarbeiteten Eiern bietet eine gute Orientierung für eine informierte Wahl.

Was bedeutet das für den Eiercode?
Quelle: UD/pm
 

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